Das Land zeichnet Stadt- und Landkreise für ihr Energieeffizienz-Engagement aus. Der Landkreis Freudenstadt landet dabei auf Platz drei in der Gesamtwertung und erhält einen Sonderpreis „Bester Kreis bei den messbaren Erfolgen“.
Unter einem guten Stern steht das Engagement vieler Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg für mehr Energieeffizienz, wie das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft mitteilt. Mit 38 Bewerbern hätten in diesem Jahr so viele Kreise wie nie zuvor am Wettbewerb „Leitstern Energieeffizienz“ teilgenommen. Mit diesem Wettbewerb des baden-württembergischen Umweltministeriums sollen innovative Ideen und Erfolge bei der Energieeffizienz sichtbar gemacht werden.
Die besten Stadt- und Landkreise hat Umwelt- und Energieministerin Thekla Walker in Stuttgart ausgezeichnet. Dabei stellte sie die Bedeutung des Einsatzes der Bewerberkreise heraus: „Die sprunghaft gestiegenen Energiekosten im Jahr 2022 stellten uns alle vor große Herausforderungen. Dass es viele Möglichkeiten gibt, um Energieeinsparungen zu realisieren und damit weitere Kostensprünge zu vermeiden, haben viele Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg eindrücklich bewiesen.“
In diesem Jahr konnten sich elf Stadt- und Landkreise die Auszeichnung sichern: Den ersten Platz erreichte der Landkreis Göppingen, auf Platz zwei kam der Landkreis Böblingen, den dritten Platz teilen sich die Landkreise Freudenstadt und Rottweil. Daneben wurden noch sieben Sonderpreise vergeben.
Besondere Maßnahmen prämiert
Ausgezeichnet werden Stadt- und Landkreise, die den Kriterienkatalog des „Leitsterns“ besonders gut erfüllen. Zudem werden besondere Maßnahmen prämiert, die als Vorbild wichtige Impulse für ganz Baden-Württemberg setzen. Seit seinem Beginn begleitet das Zentrum für Sonnenenergie und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) mit seiner Expertise den Wettbewerb.
Das Forschungsinstitut hat einen umfangreichen Kriterienkatalog entwickelt, der mittlerweile 59 Einzelindikatoren umfasst. Darin werden unter anderem Energie- und Klimaschutzkonzepte, Monitoring oder Energie-Sparmaßnahmen abgefragt. Auch die bereits messbaren Erfolge bei der Energieeffizienz werden analysiert; dazu gehören beispielsweise der Energieverbrauch der kreiseigenen Liegenschaften, die Aktivitäten von Unternehmen und Haushalten sowie der Verkehrsbereich.
Nach dem neunten Platz im vergangenen Wettbewerb hat der Kreis Freudenstadt laut Ministerium einen großen Sprung nach vorne gemacht und landet in diesem Jahr auf dem dritten Rang. Besonders positiv seien die Indikatorenergebnisse zu den Effizienzaktivitäten der Industrie hervorzuheben. Die dynamischen Indikatoren – also die Indikatoren, die die Entwicklung in den vergangenen Jahren betrachten – würden die Fortschritte der Industrie deutlich zeigen.
Sonderpreis für bestes Ergebnis bei messbaren Erfolgen
Auch beim politischen Engagement würden sich deutliche Steigerungen zeigen. Hier habe sich Freudenstadt vor allem bei den Indikatoren zur Programmatik im Verkehrsbereich und zu den Energieagenturen deutlich verbessert.
Der Landkreis Freudenstadt erhält in diesem Jahr noch einen weiteren Leitstern: Den Sonderpreis für das beste Ergebnis bei den messbaren Erfolgen. Freudenstadt habe sein gutes Ergebnis in dieser Indikatorengruppe aus dem vorigen Wettbewerb weiter verbessern können. Neben den Effizienzfortschritten in der Industrie würden in Freudenstadt auch die Bevölkerung und die Unternehmen Energiesparberatungen rege in Anspruch nehmen, schreibt das Ministerium.