Lebhaftes Treiben herrschte am Donnerstag auf dem Gelände des Natur-, Vogelschutz- und Heimatvereins in Ergenzingen.
Zu Gast waren neun Kinder im Rahmen des Ferienspaßes Oberes Gäu, die sich der „Land-Art-Malerei“ verschrieben hatten. Das hörte sich für das eine oder andere Kind zwar etwas kompliziert an, aber die Jugendleiterin des Vereins, Claudia Varga, verstand es mit wenigen einführenden Worten, das Ganze verständlich zu machen. „Wir malen heute nicht mit herkömmlichen Farben, sondern stellen diese selber her“, sagte sie, „und zwar aus Steinen, Erde, Blättern, Gräsern, Beeren“. Dann hieß es „Ausschwärmen“ in die freie Natur und genau diese Materialien zu suchen und einzusammeln.
Sonne arbeitet an Bildern
Dann hieß es, das Gesammelte in einem Gefäß zu zerstampfen, etwas Wasser dazuzugeben und fertig war die Farbe. Das Ganze brauchte natürlich etwas Zeit und so ganz nebenbei erfuhren die Kinder auch von der Jugendleiterin, wie man die Sonne an einem Bild arbeiten lassen kann: Man nimmt ein Blatt Papier, überstreicht das leicht mit Farbe, legt Blätter oder Gräser drauf und legt es in die Sonne. Letztere nimmt man dann wieder ab und belässt das Ganze dann wies es ist, oder aber man malt die von der Sonne nicht beschienen Flächen aus.
Kurzum, der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt. Ob nun mit oder ohne Sonne, binnen kurzer Zeit entstanden tolle Kunstwerke, von denen Einige ab sofort auch im Ergenzinger Rathaus zu sehen sind. Alles in allem gesehen war es ein informationsreicher Nachmittag, an dem die kleinen Künstler zur Hochform aufliefen.