Silvia Katz ist in der Nagolder Theaterszene eine feste Größe. Bei mehreren Inszenierungen des Bürgertheaters wirkte sie schon mit. Und auch bei „Vorhang auf!“ in der Seminarturnhalle ist sie ab 6. Januar wieder dabei. Wie sprachen mit der Laien-Darstellerin.
Bei der letzten Probe in diesem Jahr geben die Mimen von „Vorhang auf!“ nochmals richtig Gas.
Das ist Anlass, mit der gelernten Industriekauffrau Silvia Katz über ihre langjährige Theaterleidenschaft zu sprechen, zumal sie in der aktuellen Produktion von Dürrenmatts „Romulus der Große“ gleich eine Dreifachrolle hat.
Wie sind Sie zum Theaterspielen gekommen?
Als man vor über zehn Jahren per Zeitungsanzeige Zuwachs fürs Bürgertheater suchte, habe ich mich spontan gemeldet und spielte dann 2014 das „Mariele“ in „Immer wieder Frühling“. Seither wirkte ich in mehreren Produktionen des Bürgertheaters und auch bei „Vorhang auf!“ mit.
Was ist die Motivation für die Theaterleidenschaft?
Durch das Theaterspielen kann ich in eine andere Welt abtauchen, aus dem alltäglichen Leben hinaustreten und in einer komplett anderen Figur aufgehen. Das macht wirklich Freude! Dabei spielt für mich auch die Gemeinschaft unter den Mitspielenden eine große Rolle.
Können Sie das näher erläutern?
Als Mitglied des großen Teams habe ich Kontakt zu ganz unterschiedlichen Menschen, wir ziehen alle an einem Strang, und die Gruppe fängt jeden Mitspielenden auf. Das gibt nicht nur Sicherheit und Vertrauen, sondern es sind auch freundschaftliche Verbindungen entstanden.
Was war für Sie die schönste Rolle?
Ich mag es, etwas schrullige Charaktere zu verkörpern, zum Beispiel die „Apfel-Gertrud“ in „Des Teufels Hirnschale“ im Bürgertheater 2024 unter der Regie von Silvester Keller. Durch seine Übernahme der Regie im Bürgertheater ergab sich auch die Verbindung zum Ensemble „Vorhang auf!“, wo ich seit zwei Jahren mitwirke.
Und welches ist Ihr Part bei der aktuellen Produktion „Romulus der Große“?
Ich habe sogar drei Rollen: einmal die Kunsthändlerin Appolonia, dann die kaiserliche Köchin und noch den Schauspieler Phylax, bei dem Kaisertochter Rea Schauspielunterricht nimmt. Im Januar haben wir noch das heiße Probenfinale. Da kann man gespannt sein auf die Inszenierung, zumal das Stück ins 5. Jahrhundert n.C. entführt!
Aufführungsdaten:
6. Januar 2025 (Premiere); 10., 11. und 12. Januar; 17., 18. und 19. Januar; 24.und 25. Januar in der Alten Seminarturnhalle, jeweils 19 Uhr, Einlass und Bewirtung ab 18 Uhr. Tickets im Rathauscafé oder unter www.reservix.de.