Die Theatergruppe des Gesangvereins Harmonie begeisterte am Wochenende in der Froschberghalle mit der Komödie „Zwei Leichen sind eine zu viel“.
Am Samstag- und Sonntagabend war die Froschberghalle komplett voll mit Besuchern, die sich über das Weihnachtstheater der Theatergruppe des Gesangvereins Harmonie schlapp lachten. Die bewährten Laiendarsteller liefen zur Hochform auf, spielten mit Leidenschaft und viel Witz in dem Stück „Zwei Leichen sind eine zu viel“. Ein Gag jagte den anderen. Dass das Publikum keinen der Toten zu sehen bekam, versteht sich von selbst – auch die Darsteller fanden sie nicht, denn sie waren genial versteckt, so dass jeder jeden verdächtigte.
Simone Wohlgemuth, die Chefin des Gesangvereins, begrüßte hocherfreut das große Publikum. Ralf Köhler verschwand in der Vorflüster-Box und Andreas Turina rannte mehrfach hin und her bis der Ton, den er verwaltete, stimmte. Dann ging es los.
Die Schwestern Cordula und Olga betrieben eine kleine Kurklinik und waren finanziell klamm, doch zum Glück bezogen sie zeit zehn Jahren die Rente von Tante Berta. Dass diese seit zehn Jahren im Keller in der Gefriertruhe neben dem Gemüse lagerte, störte sie nicht weiter. Anscheinend sparten sie auch am Strom, denn Tante Berta schien zu unangenehm zu riechen und dementsprechend das Gemüse auf den Tellern der wenigen Gäste auch.
Fräulein Mottenschleier trudelte ein, vornehm bis unter die Haarwurzeln, schließlich hatte sie „Verkehr“ in den höchsten Kreisen. Olga war zuständig für die Fitness der Gäste und schikanierte diese sportlich, vor allem Baron von Hasenbau. Gärtner Hubert verstand grundsätzlich alle Befehle von Cordula falsch, deshalb führte er sie gar nicht erst aus.
Im Theaterstück geht es drunter und drüber
Dann waren da noch die Ganoven Eddi und Benno, von Beruf Panzerknacker, die sich mit ihrer Beute in der Wellness-Oase versteckten und permanent in der Sauna verschwanden. Diese war so vernebelt, dass sie keiner erblickte. Die Beute war im Geigenkasten von Benno, der von schlichtem Gemüt war und sich permanent verhaspelte.
Der Baron hatte auch Dreck am Stecken, hatte er doch seinen Stallburschen und seine Ehefrau mit einem Schuss von hinten durch die Kimme erledigt, was ihm nur gelang, da das Pärchen einer auf dem anderen lag – es war ein Jagdunfall. Mister Marpel, Hauptkommissar mit einem Riecher für Mord und Totschlag, trieb sich samt seinem eifrigen Helfer Emil in der Wellness-Oase herum und suchte die Berta, die doch irgendwo sein musste. Er verkleidete sich sogar als radebrechender Texas-Boy, der seine Jugendliebe Berta suchte.
Es ging drunter und drüber. Die Freundinnen Elfriede und Erna waren im Partnerlook mit Stöcken unterwegs und mischten den Laden auch noch auf. Sie hatten sich neu eingekleidet und die Verkäuferin war glücklich, dass sie den alten Plunder noch los wurde.
Ende gut, alles gut
Wo waren eigentlich die vier kriminellen Sizilianer, die sich angekündigt hatten? Ende gut, alles gut. Hubert hatte die Sizilianer mit dem Spaten erschlagen und im Garten vergraben, Berta lag immer noch in der Kühltruhe, die eine Leiche in der Schubkarre entpuppte sich als Kartoffelsack und das Publikum war erschöpft vom Lachen.
An dem Theaterstück wirkten mit: Petra Neumann (Cordula), Achim Bartler (Eddi), Carola Bogdanski (Elfriede), Jens Oberföll (Mister Marpel), Heidi Müller (Erna), Michael Maier (Hubert), Lena Stöckmeyer (Olga), Miguel Grangler (Benno),Ann-Katrin Turina (Fräulein Mottenschleier), Daniel Engler (Emil), Kai Renouf (Baron von Hasenbau), Ralf Köhler (Regie und Flüsterbox), Kulisse: Alle, Ton: Andreas Turina.