Ab in die Fluten des Stausees: Zum Auftakt des 21. Laien Man stürzen sich die Teilnehmer ins Wasser des Kirnbergsees. Sie müssen eine Schwimmstrecke von 350 Meter zurücklegen. Foto: Lutz Rademacher

70 Einzelstarter traten beim Laien Man in Unterbränd an. Der Sieger Ringo Ammann stellte einen neuen Rekord auf.

Dunkle Regenwolken ließen beim Aufbau Schlimmes erahnen. Doch beim Start des diesjährigen Hobby-Triathlons Laien Man in Unterbränd waren die Verhältnisse ideal, nicht zu warm und nicht zu kalt.

 

Schon die Zahl der Voranmeldungen war vielversprechend gewesen. Kurzentschlossene Nachmeldungen schraubten die Teilnehmerzahl der Einzelstarter schließlich auf 70 hoch – ein neuer Laien-Man-Rekord.

Auch das Einzugsgebiet erweiterte sich weiter. Die Hobbysportler kamen wie üblich aus ganz Südbaden, von Freiburg bis zum Bodensee, es waren aber auch Gäste aus Heilbronn, München und Dortmund am Start.

Ringo Ammann setzt sich auf Laufstrecke durch

Erik Küppers aus Radolfzell, der Sieger der vergangenen beiden Jahre, war angetreten, um sich den dritten Sieg in Serie und den fünften insgesamt zu holen. Er erreichte das Ziel in neuer persönlicher Bestzeit von 37:20 Minuten.

Der 25 Jahre jüngere Ringo Ammann aus Bräunlingen war allerdings schneller: Mit 36:41 Minuten stellte er einen neuen Laien-Man-Rekord auf. Damit war er sogar schneller als Klaus Loder, der im Jahr 2002 den ersten Laien Man gewonnen hatte und zwei Jahre später beim Iron Man in Hawaii startete. Im vergangenen Jahr war Ammann noch Dritter gewesen. In diesem Jahr war ihm Erik Küppers am Ende der Radstrecke noch dicht auf den Fersen, auf der Laufstrecke konnte er dem Jüngeren dann aber nichts mehr entgegensetzen.

„Goldener Laufschuh“ bei Frauen geht an Vorjahres-Siegerin

Den dritten Platz in hervorragenden 38:11 Minuten belegte Tobias Hüttner. Der „Goldene Laufschuh“ bei den Frauen ging an Vorjahres-Siegerin Ira Naema May, die ihre Zeit um fast zwei Minuten auf 44:57 Minuten verbessern konnte, aber nur eine Sekunde schneller war als Anka Hehl. Dritte wurde Tamara Bissinger (50:32 Minuten). Zum dritten Mal in Folge siegte bei den Jugendlichen weiblich Vivien L’Hoest und konnte ihre Zeit auf 43:04 Minuten steigern. Weit dahinter folgten Lilien Hauser (54:08 Minuten) und Luisa Noll (1 Stunde 28 Sekunden).

Bei den Schülern hatte Raphael Graumann mit 46:22 Minuten die Nase vorn – vor Max Scholze mit 49:45 Minuten sowie Niklas Römer mit 58:48 Minuten. Eine gute Zeit mit 52:02 Minuten erkämpfte sich die 14-jährige Romy Wursthorn, die konkurrenzlos bei den Schülerinnen startete. Ebenfalls konkurrenzlos startete die Schülerstafette Traja nemotivovaní l'udia, die mit Lena Kienzler, Marla Küppers und Emma Pannes in einer Zeit von 45:29 Minuten das Ziel erreichte. Die Stafette Jugendliche FSR2008 mit Elias Czech, Maurice Henning und Laurenz Brier holte sich den „Goldenen Laufschuh“ in 45:48 Minuten.

Sechs Stafetten starten bei den Erwachsenen

Insgesamt sechs Stafetten starteten bei den Erwachsenen. Den ersten Platz belegte der LSV Barremogge mit Julian Dold und Manuel Dorer in 40:01 Minuten. Das Team HuGo mit Lukas Huber sowie Marcel und Matthias Golec folgte in 41:46 Minuten. Den dritten Platz belegte die erste Mannschaft der Bähringer Wildsaue mit einer Zeit von exakt 42:00 Minuten.

Zahlreiche Zuschauer verfolgten den Wettbewerb an den verschiedenen Stationen in Unterbränd. Was Berthold Geyer von der Gruppe 84, der von Anfang an dabei ist, besonders freute: „Es kamen immer wieder Starter bei uns vorbei, die die besondere Atmosphäre dieser Veranstaltung lobten“.

Die Veranstaltung

Geschichte
Der Mini-Triathlon Laien Man wurde 2002 von der Gruppe 84, einer politischen Gruppierung in Bräunlingen, ins Leben gerufen. Dabei muss eine Schwimmstrecke im Kirnbergsee von 350 Metern, eine Radstrecke von 12,1 Kilometern über Waldhausen und eine Laufstrecke von 2,6 Kilometern um den See bewältigt werden. Es kann einzeln oder als Stafette – ein Team aus zwei oder drei Teilnehmern – gestartet werden, bei der die Teilnehmer ihre Stärke in einer Teildisziplin ausspielen können. Eine begehrte Trophäe ist der Goldene Laufschuh, der extra für diesen Wettbewerb kreiert wurde. Der Triathlon ist Hobbysportlern vorbehalten.