Unser Auto blickt auf einen Deal zwischen Lahr und Sulz – und auf die Saga um den (Nicht-) Bau der Sport-Kita.
„Der SC Lahr kickt im Sulzer Exil“, hieß es vor gut zwei Jahren an dieser Stelle. Ein augenzwinkernder Hinweis auf die Tatsache, dass die Sportplätze der Dammenmühle nicht auf städtischer, sondern dörflicher Gemarkung liegen. Das wollen die Verantwortlichen in den Rathäusern nun ändern. Zum Schaden von Sulz? Sicher nicht.
Der Blick auf den Lahrer Stadtplan bietet schon ein kurioses Bild: Kurz vor dem Fußball- und Leichtathletikstadion macht die Grenze zur Kernstadt einen Schwenk gen Norden, führt an Hockeyplatz, Tennishalle und -plätzen vorbei, um direkt danach wieder die Kurve Richtung Süden zu kriegen. Fast wirkt es, als hätten die Sulzer vor Urzeiten mal gesagt: Sport, das ist unsere Sache. Ist es natürlich nicht, zumindest nicht ausschließlich.
Deshalb hat die Stadt das Dorf gebeten, das Gebiet in Gänze an Lahr abzutreten, im Gegenzug gibt’s ein Waldstück auf dem Langenhard. Ein Deal, der – 53 Jahre nach der Gemeindereform –, aus der Zeit gefallen scheint. Doch tatsächlich kann Sulz nichts Besseres passieren angesichts des um die Dammenmühle entstandenen Hickhacks.
Die Saga um den (Nicht-)Bau der Sport-Kita wird gefühlt stündlich länger. Zuletzt kamen CDU und Grüne im Gemeinderat mit einem Antrag um die Ecke, wonach sie angesichts der kommunalen Finanzkrise „nur“ die Spielfelder modernisieren wollen. Keinen Tag später ließ OB Markus Ibert wissen, dass er an der großen Lösung mit Kindergarten und neuem Vereinsheim für Tennis und Hockey festhält. Ausgang der Debatte: völlig ungewiss.
Ganz ehrlich, liebe Sulzer – ihr könnt froh sein, das Lahrer „Problemviertel“ bald von der Backe zu haben. Ewige Diskussionen um (mutmaßliche) Luftschlösser und mit (mutmaßlich) enttäuschten Vereinen, dazu der ganze Ärger um eine Verkehrsführung ins (mutmaßliche) Nirgendwo: Mit all diesen Problemen müssen sich künftig allein die Lahrer herumschlagen. Während ihr einfach in die Natur gehen und die Ruhe im Wald auf dem Langenhard genießen könnt. Und Sportplätze habt ihr ja auch genügend schöne.