Das „Startklahr“-Areal ist bedeutender Standort für die Wirtschaft. Foto: Zweckverband

Direktkandidaten aus dem Wahlkreis Lahr beantworten im Wahlcheck Fragen, die die Menschen in der Region bewegen. Diesmal geht es um Wirtschaft und Finanzen.

Am 8. März sind die Menschen in Baden-Württemberg aufgerufen, einen neuen Landtag zu wählen. Während die Zweitstimme an eine Partei geht, wählen die Menschen mit der Erststimme einen Direktkandidaten für das Parlament.

 

Unsere Redaktion hat Sandra Boser (Grüne), Marion Gentges (CDU), Benjamin Rösch (AfD), Kai Schröder-Klings (SPD), Udo Zahn (FDP) und Jana Kühl (Linke), Fragen zu verschiedenen Themenkomplexen gestellt. Dieses Mal geht es um die Frage: Wie bleibt der Wahlkreis als Wirtschaftsstandort attraktiv

Sandra Boser (Grüne):

Wir setzen auf weniger Bürokratie, digitale Unterstützung und eine gezielte Fachkräftestrategie. Bewährte Programme wie InvestBW, Digitalisierungsprämie und Innovationsgutscheine führen wir weiter. Wir unterstützen die Gründung von neuen Unternehmen und wir brauchen Vertrauen in unsere Betriebe und deren Innovationskraft.

Marion Gentges (CDU):

Wir kommen wieder nach vorne, wenn wir Wachstum ermöglichen statt verhindern. Das heißt: Investitionen in Schlüsselindustrien, Technologieoffenheit und verlässliche Rahmenbedingungen. Mit dem ZukunftsFonds BW wollen wir gezielt Betriebe im Strukturwandel unterstützen, um Arbeitsplätze in der Region zu erhalten und neue zu schaffen.

Benjamin Rösch (AfD):

Durch eine leistungsorientierte und leistungsfähige Bildungslandschaft, sowohl im Regelschulbereich als auch bei den Berufsschulen und Kommunalverwaltungen und Behörden, die sich als Ermöglicher und Unterstützer der mittelständischen Wirtschaft und der Kleinunternehmen sehen. Die Lohnnebenkosten und die Energiepreise müssen runter.

Sie wollen in den Landtag (von links oben nach rechts unten): Sandra Boser (Grüne), Marion Gentges (CDU), Benjamin Rösch (AfD), Kai Schröder-Klings (SPD), Udo Zahn (FDP) und Jana Kühl (Linke). Foto: Parteien/privat

Kai Schröder-Klings (SPD):

Attraktivität braucht Infrastruktur: Glasfaser, sanierte Brücken und bezahlbare Energie. Mein Fokus liegt auf der Fachkräftesicherung durch bezahlbaren Wohnraum. Nur wenn Arbeitnehmende hier leben können, bleibt unser Mittelstand stark. Wir investieren in die Zukunft unserer Region – vom Rheintal bis ins Kinzigtal. Das sichert unseren Wohlstand!

Udo Zahn (FDP):

Unser Wahlkreis ist stark, weil Industrie, Mittelstand, Handwerk, Dienstleistungen und Start-ups gemeinsam Wertschöpfung schaffen. Das Land muss die Rahmenbedingungen setzen: schnelle Genehmigungen, moderne Infrastruktur und weniger unnötige Auflagen. Mehr Vertrauen in Betriebe sorgt für Innovation, Investitionen und Arbeitsplätze.

Jana Kühl (Linke):

Indem wir uns von der privatwirtschaftlichen Profitlogik befreien und endlich Menschen vor Profite stellen. Wir müssen uns am Bedarf der Menschen orientieren und nicht an der Profitmaximierung weniger.