Kippenheim fordert schon seit Jahren Entlastung (Archivfoto) Foto: Decoux

Direktkandidaten aus dem Wahlkreis Lahr beantworten im Wahlcheck Fragen, die die Menschen in der Region bewegen. Heute geht es um die neue Kreisstraße.

Am 8. März sind die Menschen in Baden-Württemberg aufgerufen, einen neuen Landtag zu wählen. Während die Zweitstimme an eine Partei geht, wählen die Menschen mit der Erststimme einen Direktkandidaten für das Parlament.

 

Unsere Redaktion hat Sandra Boser (Grüne), Marion Gentges (CDU), Benjamin Rösch (AfD), Kai Schröder-Klings (SPD), Udo Zahn (FDP) und Jana Kühl (Linke), Fragen zu verschiedenen Themenkomplexen gestellt. Diese Woche geht es um Verkehr und Infrastruktur.

Wann wird die neue Kreisstraße in der südlichen Ortenau fertig?

Sandra Boser (Grüne):

Der Kreis strebt die Fertigstellung bis 2028 an. Durch eine leistungsfähige Nord-Süd-Achse wird regionaler Verkehr aufgenommen und Gewerbestandorte besser angebunden. Die Entlastung der Ortsmitten steigert die Lebensqualität der Anwohner und Anwohnerinnen. Entlastung heißt auch: attraktiven ÖPNV gleich mitplanen.

Marion Gentges (CDU):

Die neue Kreisstraße in der südlichen Ortenau ist ein zentrales Infrastrukturprojekt zur Entlastung der anliegenden Gemeinden und für mehr Verkehrssicherheit in der Region. Ich werde mich weiterhin dafür einsetzen, dass Planung und Bau zügig und verlässlich vorankommen. Das Ziel bleibt die Fertigstellung bis 2028.

Benjamin Rösch (AfD):

Das hängt von den Planungs- und Umsetzungskapazitäten des Landratsamtes ab. Im Sinne vor allem der Kippenheimer sollte es natürlich besser heute als morgen geschehen, aber die Bürokratie nimmt wie immer das Tempo raus. Wie langsam so etwas in unserem Land umgesetzt wird, ist eigentlich beschämend.

Sie wollen in den Landtag (von links oben nach rechts unten): Sandra Boser (Grüne), Marion Gentges (CDU), Benjamin Rösch (AfD), Kai Schröder-Klings (SPD), Udo Zahn (FDP) und Jana Kühl (Linke).

Kai Schröder-Klings (SPD):

Die Planungen laufen bereits und ich bin dem Ortenaukreis für das hohe Tempo bei diesem wichtigen Vorhaben sehr dankbar. Ziel muss die schnellstmögliche Fertigstellung sein, um die Gemeinden in der südlichen Ortenau spürbar vom Durchgangsverkehr zu befreien und so die Lebensqualität sowie die Verkehrssicherheit in der Region zu erhöhen.

Udo Zahn (FDP):

Hier zeigt sich, wie sinnvolle Infrastrukturprojekte durch Auflagen und Einsprüche verzögert und verteuert werden. Die Leidtragenden sind die Anwohner. Als Ringsheimer kenne ich die massiven Auswirkungen von Staus auf der A 5. Wir brauchen deutlich schnellere Genehmigungsverfahren, weniger Bürokratie und klare politische Entscheidungen.

Jana Kühl (Linke):

Laut Planung der Stadt Lahr erfolgt diese im Jahr 2028, natürlich muss man berücksichtigen, dass es verschiedene Aspekte gibt, die den Zeitplan beeinflussen können. Mobilität ist äußerst wichtig, grade für die vielen täglichen Pendler und Pendlerinnen. Die Linke setzt sich dafür ein, dass diese verzögerungsfrei gewährleistet werden kann.