Direktkandidaten aus dem Wahlkreis Lahr beantworten im Wahlcheck Fragen, die die Menschen in der Region bewegen. Diesmal geht es um Klima und Umwelt.
Am 8. März sind die Menschen in Baden-Württemberg aufgerufen, einen neuen Landtag zu wählen. Während die Zweitstimme an eine Partei geht, wählen die Menschen mit der Erststimme einen Direktkandidaten für das Parlament.
Unsere Redaktion hat Sandra Boser (Grüne), Marion Gentges (CDU), Benjamin Rösch (AfD), Kai Schröder-Klings (SPD), Udo Zahn (FDP) und Jana Kühl (Linke), Fragen zu verschiedenen Themenkomplexen gestellt. Dieses Mal geht es um die Frage:
Sandra Boser (Grüne):
Teuer ist nicht Klimaschutz, teuer sind komplizierte Standards, lange Verfahren und überzogene Haustechnik. Deshalb fordern wir, entsprechend des Hamburger Vorbilds, einen Baden-Württemberg-Standard fürs Bauen, Umbauen und Sanieren. Damit es wieder einfacher und kosteneffizienter wird.
Marion Gentges (CDU):
Bauen muss erleichtert und günstiger werden. Hohe Standards tragen erheblich zu Kostensteigerungen bei. Nicht jede Wohnung muss alle Standards erfüllen. Es steckt viel Potenzial für Klimaschutz darin, Gebäude energetisch zu modernisieren. Dies darf aber nicht dazu führen, dass Bauen und Sanieren unbezahlbar und dadurch unmöglich gemacht wird.
Benjamin Rösch (AfD):
Klimaschutz am Bau ist nötig, darf Wohnen aber nicht unbezahlbar machen. Wir brauchen eine kluge Balance: Standards ja, aber kombiniert mit weniger Bürokratie und schnelleren Verfahren. Mein Ziel: Durch Vereinfachung und Digitalisierung die Baukosten senken, damit bezahlbarer Wohnraum trotz hoher ökologischer Qualität entstehen kann.
Kai Schröder-Klings (SPD):
Klimaschutz am Bau ist nötig, darf Wohnen aber nicht unbezahlbar machen. Wir brauchen eine kluge Balance: Standards ja, aber kombiniert mit weniger Bürokratie und schnelleren Verfahren. Mein Ziel: Durch Vereinfachung und Digitalisierung die Baukosten senken, damit bezahlbarer Wohnraum trotz hoher ökologischer Qualität entstehen kann.
Udo Zahn (FDP):
Ich bin ein großer Befürworter von Energieeffizienz und Umweltschutz – aber mit Maß und Vernunft. Oft treiben wir mit 80 Prozent Aufwand die letzten 20 Prozent Einsparung heraus, ohne ökonomischen oder ökologischen Nutzen. Wir brauchen praxistaugliche Standards, die Bauen bezahlbar halten und gleichzeitig Klima und Ressourcen wirksam schützen.
Jana Kühl (Linke):
Nein, wir spielen nicht Umwelt und Wohnen gegeneinander aus. Vereinfachte Genehmigungen für umweltfreundliche Bauprojekte würden der Branche mehr nützen. Wir wollen nachhaltige Baustoffe fördern und Abrisse nur in Ausnahmefällen genehmigen. Wir setzen auf „Sanierung vor Neubau“, um graue Energie zu nutzen und Flächenfraß zu stoppen.