Direktkandidaten aus dem Wahlkreis Lahr beantworten im Wahlcheck Fragen, die die Menschen in der Region bewegen. Diesmal geht es um Sicherheit und Migration.
Am 8. März sind die Menschen in Baden-Württemberg aufgerufen, einen neuen Landtag zu wählen. Während die Zweitstimme an eine Partei geht, wählen die Menschen mit der Erststimme einen Direktkandidaten für das Parlament.
Unsere Redaktion hat Sandra Boser (Grüne), Marion Gentges (CDU), Benjamin Rösch (AfD), Kai Schröder-Klings (SPD), Udo Zahn (FDP) und Jana Kühl (Linke), Fragen zu verschiedenen Themenkomplexen gestellt. Dieses Mal geht es um die Frage: Können sich die Menschen im Wahlkreis noch sicher fühlen?
Sandra Boser (Grüne):
Baden-Württemberg ist eines der sichersten Länder Europas. Wir setzen uns für personell und technisch gut ausgestattete Sicherheitsbehörden ein, die im Einklang mit unseren demokratischen Werten handeln. Für Sicherheit zu sorgen, ist nicht nur Aufgabe der Polizei. Sicherheit heißt auch: In einem Rechtsstaat leben. Hierfür stehen wir ebenso.
Marion Gentges (CDU):
Ja, das können sie! Unsere Polizei leistet eine hervorragende Arbeit und soll darin weiter gestärkt werden – auch personell. Auch Videoschutz im öffentlichen Raum kann dazu beitragen, dass wir uns sicher fühlen. Kriminalität findet aber auch digital statt. Deshalb bin ich besonders stolz darauf, dass es gelungen ist, ein Cybercrime-Zentrum einzurichten.
Benjamin Rösch (AfD):
Als gläubiger Christ erlaube ich mir selbst ein sehr großes Gottvertrauen, aber als Politiker muss ich Verantwortung annehmen und erst einmal feststellen, dass sich die Sicherheitslage auch hier kontinuierlich verschlechtert. Die Tendenz muss dringend eine andere Richtung bekommen.
Kai Schröder-Klings (SPD):
Sicherheit ist ein Grundrecht. Im Wahlkreis brauchen wir eine Polizei, die in der Fläche präsent ist – vom Kinzigtal bis Lahr. Auch Prävention durch Jugendsozialarbeit ist entscheidend. Ein starker Rechtsstaat schützt alle durch Präsenz und konsequente Strafverfolgung. Sicherheit darf kein Privileg wohlhabender Wohnviertel sein.
Udo Zahn (FDP):
Ja. Wir leben in einem der sichersten Länder der Welt, und auch im Wahlkreis ist das Sicherheitsniveau hoch. Gleichzeitig dürfen wir Probleme nicht kleinreden. Polizei und Justiz müssen konsequent handeln, Regeln durchgesetzt werden. Sicherheit entsteht durch klare Ordnung, starke Behörden und das Vertrauen der Bürgerinnen Bürger.
Jana Kühl (Linke):
Ja, indem wir konsequent gegen rechtsextreme Strukturen vorgehen, durch Taxis für Frauen und FLINTA* und eine SafeNow-App für Notfälle. Sicherheit entsteht primär durch soziale Sicherheit und Prävention, nicht durch Aufrüstung der Polizei. Wir wollen in Jugendarbeit, Sozialarbeit und gut beleuchtete, angstfreie öffentliche Räume investieren.