Konstantin Fries startet mit der deutschen Kleinfeldfußball-Nationalmannschaft am Sonntag ins Turnier in Mexico. Im Verein musste er zuletzt kürzer treten.
Auf dramatische Art und Weise endete für Konstantin Fries im Sommer der Traum von einem ganz großen Titel. Im Achtelfinale der Kleinfeldfußball-EM traf Ungarn in der 40. – und damit letzten – Spielminute zum 1:0 und damit Deutschland mitten ins Herz.
Auch wenn es keinen Pokal gab, war das Erlebnis bei der Kleinfeldfußall-EM für den Kapitän des SC Lahr besonders. „Das eigene Land bei der EM zu vertreten ist eine große Ehre und ich freue mich drauf“, sagte Fries im Gespräch mit unserer Redaktion vor dem Turnier in Chișinău, der Hauptstadt von Moldau.
Nun darf sich der 26-Jährige sogar auf der Weltbühne präsentieren. Am Samstag startet die Kleinfeldfußball-WM im mexikanischen Cancun. Das deutsche Team steigt am Sonntag ins Geschehen ein. Erster Gegner in der Gruppenphase ist die Ukraine, dann geht es gegen Spanien und Kolumbien. Die Spiele sind auf dem Streaming-Portal Twitch live zu sehen, allerdings aufgrund der Zeitverschiebung etwas für Nachtschwärmer. Anstoß gegen die Ukraine ist zur mitteleuropäischen Zeit um 23 Uhr, gegen Spanien und Kolumbien geht es sogar erst um 1 Uhr los.
Auf dem großen Platz zuletzt verletzt gewesen
Zeit war für Fries auch schon vor dem Turnier ein Faktor. Der Lahrer Kapitän fehlte den Dammenmühlen-Kickern in den vergangenen zwei Spielen, nachdem er gegen die Sportfreunde Elzach-Yach Anfang November verletzt ausgewechselt werden musste. Die Zeit zur Genesung für die WM wurde knapp, aber Fries hat auch diesen Wettlauf, wie gegen die meisten Gegenspieler in der Verbandsliga, gewonnen. Da es sich nur um eine Zerrung im Oberschenkel handelte, war der WM-Traum nicht schon vor dem Anstoß ausgeträumt. Fries ist für das Kleinfeld fit.
Der SC Lahr muss auf seine Duracell-Batterie – wie Fries bei seiner WM-Nominierung vom Deutschen Kleinfeldfußball-Verband genannt wurde – nun auch gegen Niederschopfheim verzichten. Wenn es für die Deutschen im Turnier weit geht, ist auch ein Einsatz gegen die Villinger Reserve beim letzten Spiel vor der Winterpause am 6. Dezember fraglich.
Dass die Lahrer auch ohne ihren Flügelspieler klar kommen, haben sie gegen Hausen und im Topspiel gegen Teningen mit zwei Siegen bewiesen. Für die Mannschaftskollegen heißt es nun, lange auf zu bleiben, um ihren Kapitän in Mexico live die Daumen zu drücken. Vielleicht ist Lahr ja bald die Heimat eines Weltmeisters.