Der Autor plädiert dafür, offen mit den Bedenken gegenüber einem Lahrer Surfpark umzugehen – und rät Interessierten dazu, sich die Anlage in Freiburg anzuschauen.
Strand-Atmosphäre und Wellenreiter – ein Besuch in der „Irie Surf“ in Freiburg gleicht einem Kurzurlaub. Sogar in der Dunkelheit kann man über das illuminierte Wasser gleiten. Auch wenn der Surfpark in Lahr – sollte er denn kommen – ganz andere Ausmaße haben wird, gewinnt man doch einen guten Eindruck, in welche Richtung sich das Surfield genannte Projekt entwickeln könnte.
Sowohl Kritiker als auch Unterstützer des Lahrer Parks täten daher gut daran, einen Abstecher ins Freiburger Industriegebiet zu unternehmen. Schließlich hatten auch die Teilnehmer der Lahrer Delegation, die den Surfpark „The Wave“ im britischen Bristol besuchte, danach eine präzisere Idee davon, was Gerlach und Co. planen.
Doch das alles heißt nicht, dass das Vorhaben zum Selbstläufer werden soll oder von jeglicher Kritik verschont bleiben darf. Vergangenes Jahr hatte die Lokale Agenda-21-Gruppe „Energie“ erklärt, dass sie den von Surfield-Initiatoren hervorgehobenen Aspekt der Nachhaltigkeit als nicht gegeben ansieht. Dabei wurde auf Wasser- und Stromverbrauch abgehoben. Gerlach erwiderte darauf, dass eine „seriöse Stellungnahme“ zu den Vorwürfen erst möglich sei, sobald der Standort feststehe.
Damit der Initiator möglichst viele Gruppen hinter seinem Projekt versammeln kann, tut es Not, auf derartige Aspekte einzugehen – sobald die dafür notwendigen Fakten vorliegen. Dabei ist wichtig, dass beide Seiten offen bleiben und auf die Argumente der anderen Seite eingehen. Denn nur dann kann das immer wieder als „Leuchtturmprojekt“ bezeichnete Vorhaben auch gelingen.