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Schulsanierung: Unter anderem neue Brandschutzdecke notwendig

Lahr - Bei den Sanierungsarbeiten im Max-Planck-Gymnasium hat es eine unliebsame Überraschung gegeben: Im Bereich der Turnhalle sind außer der Reihe größere Maßnahmen notwendig geworden.

Ein Wasserschaden hat zutage gefördert, dass zusätzliche Sanierungsarbeiten notwendig sind, teilte die Stadtverwaltung auf Anfrage der Lahrer Zeitung mit. Um das Ausmaß des Wasserschadens zu prüfen, sei die Unterdecke in der Turnhalle geöffnet worden. Dabei sei festgestellt worden, dass unter der bestehenden Holzabhangdecke kein Brandschutz vorhanden ist. "Um den aktuellen Brandschutzanforderungen gerecht zu werden, war es erforderlich, die Holzunterdecke und die Schilfrohrmatten zu demontieren", so die Stadt. Nach der Montage der neuen Brandschutz-Decke werden nun noch eine neue Akustikdecke und neue Leuchten eingebaut.

WC-Sanierung wird um ein Jahr verschoben

Zudem musste beim Ausbau der Turnhallenfassade im Zuge der Maßnahme "Sanierung Gebäudehülle" der Sportboden entlang der bestehenden Fassade aufgesägt werden, so die Stadt weiter. Beim Öffnen des Sportbodens sei deutlich geworden, dass die Bodenplatte starke Setzungen aufweise. Nach genauerer statischer Untersuchung der Tragfähigkeit des Untergrundes mussten Mikropfähle gesetzt, die Zugbänder im Erdreich saniert und die Bodenplatte neu betoniert werden. Außerdem muss nun noch der neue Sportboden eingebaut werden. Die Mehrkosten betragen 620.000 Euro.

Die Maßnahme sollte bis Ende der Sommerferien fertig sein. Aufgrund von Lieferschwierigkeiten der Platten für die Akustikdecke verschiebe sich die Fertigstellung nun auf Mitte Oktober. ­Die für den Sommer geplante WC-Sanierung musste um ein Jahr verschoben werden, da keine der 19 angefragten Firmen zur Ausführung der Sanitärarbeiten ein Angebot abgegeben hatte, so die Stadtverwaltung. "Bauen im Bestand bringt immer Überraschungen mit sich", erklärt Maria Göppert, Projektleiterin und Sachgebietsleiterin beim Objektmanagement der Stadtverwaltung.

In das 1957 gebaute "Max" hat die Stadt schon in den vergangenen Jahres einiges investiert. Bis 2018 sind 1,9 Millionen Euro aus dem städtischen Haushalt in die Gebäudesubstanz geflossen, bis 2022 werden weitere knapp zehn Millionen Euro investiert. Die Umsetzung muss im laufenden Schulbetrieb über drei Jahre hinweg stattfinden.