Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Lahr Tausende Blumen schmücken die Innenstadt

Von
Die 22. Chrysanthema in Lahr hat begonnen. Foto: dpa

Lahr - Blüten ohne Ende sind in Lahr zu sehen. In der Stadt im Ortenaukreis startet an diesem Samstag die 22. Chrysanthema, eine Blumenschau im Herbst.

In der 47.000-Einwohner-Stadt ist in den vergangenen Tagen Aufbauarbeit geleistet worden. Bewirtungsbuden, Souvenirstände, ein Riesenrad und eine Bühne sind errichtet worden. Vorbereitungen für das Blumenfest, bei dem die Stadtgärtner die wichtigste Rolle spielen. Sie haben in ihren Gewächshäusern Chrysanthemen herangezogen, die nun Plätze, Straßen, Häuser und den Storchenturm schmücken, das Überbleibsel einer Mittelalter-Burg.

Das Stadtbild prägen Blumenkaskaden, die von Balkonen hängen, Chrysanthemen-Pyramiden sowie Büsche und Beete, die ganze Plätze bedecken. Ein fünf Meter hohes Chrysanthementor und ein Mühlrad aus Chrysanthemen stehen ebenfalls in Lahr. Auch lebensgroße Drahtfiguren sind mit Chrysanthemen-Stecklingen bepflanzt worden. Gezeigt werden außerdem gärtnerische Experimente wie ein Ozukuri, auch Tausendblüter genannt. In einem begehbaren Spiegelkabinett können die Besucher die Blumen sogar endlos sehen.

Kochvorführungen und Konzerte begleiten die Schau

Die Innenstadt gibt ein buntes Bild ab in einer Jahreszeit, wenn die Blumen woanders längst verwelkt sind. Die Idee dazu hat Eckard Riedel, der damalige Leiter der Stadtgärtnerei, vor mehr als 20 Jahren von einem Besuch in Frankreich mitgebracht, wo es bereits herbstliche Blumenschauen gab. Längst ist das Blütenfest auch in Lahr tief verwurzelt. Gezeigt werden in den kommenden drei Wochen querbeet in der Innenstadt rund 10.000 Chrysanthemen in vielen Farbmustern. Die asiatische Sorte, oft auch als Winter-Astern bezeichnet, blüht auch dann noch, wenn sich die meisten anderen Blumen verabschiedet haben.

Showtime ist aber nicht nur für Blumen, sondern auch für Musiker und Köche. Denn die Chrysanthema wird begleitet von einem täglichen Rahmenprogramm mit Kochvorführungen, bei denen Speise-Chrysanthemen in den Kochtopf wandern, oder Konzerten. Zum Auftakt an diesem Samstag gibt’s auf der zentralen Bühne Rock ’n’ Roll, am Sonntag präsentieren Reiner Kirsten und Géraldine Olivier eine Schlagershow.

Das Blumen- und Kulturfestival ist ein Gemeinschaftswerk von Stadtverwaltung, Bürgern, Unternehmen, Händlern, dem Stadtmuseum, Vereinen und Kirchen. Die Vereine fertigen zum Beispiel Blütenwagen an, für die sie Figuren mit Hunderten Chrysanthemen-Blüten bekleben. Händler und Gastronomen freuen sich indes über Umsätze wie sonst nur an Weihnachten. Angekurbelt wird das Geschäft mit zwei verkaufsoffenen Sonntagen und dem Spektakel "Chrysanthema bei Nacht".

Erwartet werden ungefähr 400.000 Besucher, die nicht mit leeren Händen abzureisen brauchen, wenn es nach der Stadt geht. Die Souvenirstände bieten etwa Chrysanthemus-Nudeln mit echten Chrysanthemen, Chrysanthemen-Törtchen oder Chrysanthemen-Grüntee. Sogar Chrysan- the­men-Badesalz, -Zigarren und -Seife gibt es.

Repräsentiert wird das Fest von der Chrysanthmen-Königin, ein Amt, das die 26-jährige Lorena Harter übernimmt. Oberbürgermeister Wolfgang G. Müller (SPD) setzt ihr am Samstag die Krone auf.

Für die Stadt, die im Vorjahr auch Ausrichter der Landesgartenschau war, ist die Blumenschau ein bedeutender Image- und Wirtschaftsfaktor. In Lahr herrscht drei Wochen lang ein fröhlicher Ausnahmezustand, wenn Tausende Tagestouristen mit großen Augen die Beete und Blumenauslagen ablaufen.

Fotostrecke
Artikel bewerten
4
loading

Ausgewählte Stellenangebote

Flirts & Singles

 
 

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.