Zuschauer am Beckenrand wie hier bei einem Wettkampf im Herbst 2019 gibt es aktuell zwar nicht, das Hallenbad hat aber dennoch zumindest für die Spitzensportler des SSV Lahr geöffnet. Foto: Archiv

Schwimmen: Leistungsgruppe des SSV Lahr trainiert im Hallenbad / Vorbereitung auf Deutsche Meisterschaft

Die Corona-Pandemie sorgt dafür, dass die Schwimmer des SSV Lahr größtenteils auf dem Trockenen sitzen. Nur die Kader-Athleten dürfen trainieren. Trainer Marco Sinner ist dabei dankbar, dass die Stadt das Hallenbad für sie geöffnet lässt.

Ob zur Wassergymnasik, zum entspannten Baden oder zur sportlichen Betätigung – ein Besuch im Hallenbad ist in Zeiten der Corona-Pandemie nicht möglich. Auch den Mitgliedern des Schwimmsportvereins Lahr bleibt der Sprung ins kühle Nass größtenteils verwehrt. Nur die sechs Leistungssportler des SSV dürfen aktuell ihre Bahnen ziehen.

"Unsere sechs Schwimmer aus dem Landeskader fallen unter die Einteilung der Spitzensportler. Sie dürfen trainieren", erklärt Marco Sinner, hauptverantwortlicher Trainer des SSV Lahr, im Gespräch mit unserer Zeitung. Für diese sei das Becken im Lahrer Hallenbad mit Wasser gefüllt, wenn es auch mit 23 Grad etwas weniger wohl temperiert ist als mit den üblichen 28 Grad.

Schwimmer erhalten Übungen für zu Hause

Alle anderen Athleten des Vereins mit etwa 300 Mitgliedern bleiben auf dem Trockenen, erklärt Sinner. Die Trainer geben ihnen Athletikübungen vor, die sie zu Hause absolvieren können, um in Form zu bleiben. Kontrollieren könne man dies natürlich nicht, "das wollen wir aber auch gar nicht", sagt Sinner. Er setze stattdessen auf die Eigenverantwortung der Schwimmer. Sollten es die Pandemiebestimmungen zulassen und das Wetter konstant gut sein, plane der Verein, seinen Mitgliedern Trainingseinheiten für Fitness und Athletik im Freien anzubieten. Aktuell sei dies noch nicht möglich.

Bis Ende April, so Sinner, sei das Becken im Hallenbad für die Leistungsschwimmer mit Wasser gefüllt. Wie es danach weitergeht, könne er nicht sagen. "Ende Mai stehen die Deutschen Meisterschaften an, auch wenn noch nicht ganz klar ist, ob diese stattfinden. Wir hoffen, dass wir bis dahin lückenlos trainieren können", so der Trainer, der ab Mai auch auf eine Öffnung des Terrassenbades für seine Spitzenschwimmer hofft, sollte das Hallenbad ab diesem Zeitpunkt geschlossen haben.

Für den ambitionierten Verein seien die Deutschen Meisterschaften ein großes Ziel. Sinner ist daher "sehr zufrieden" mit der Bäderleitung, die das Hallenbad eben für die Spitzensportler geöffnet lässt. Er freut sich über diese Art von Wertschätzung. An anderen Standorten sei dies nicht der Fall. Eine Sportlerin aus Kehl habe sich beispielsweise der Lahrer Trainingsgruppe angeschlossen, da es in Kehl keine Trainingsmöglichkeiten gebe.

Sinner ist froh darüber, mit seinen Leistungsschwimmern "unter diesen Bedingungen und auf diesem Niveau" trainieren zu können. Den SSV Lahr beschreibt er als "überproportional erfolgreich" im Hinblick auf die Größe der Stadt. Offenburg beispielsweise habe nur einen Schwimmer im Landeskader, Freiburg ebenfalls sechs.

So bleibt zu hoffen, dass sich die Topschwimmer des SSV Lahr auch im Mai noch ausreichend auf die Deutschen Meisterschaften vorbereiten können – und dass alle anderen Sportler und Freizeitschwimmer auch bald wieder ins Becken tauchen dürfen.

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