Gerlinde Marquardt lässt ihren Krimi "Die andere Seite der Perlen" in Lahr spielen. Foto: Baublies

Buchveröffentlichung: Gerlinde Marquardts neuer Krimi spielt in ihrer Heimatstadt

Lahr - In Lahr treibt sich ein Mörder herum­ –­ jedenfalls im neuen Krimi von Gerlinde Marquardt. "Die andere Seite der Perlen" spielt in der Schächtili-Stadt, die hier zum Schauplatz mehrerer unnatürlicher Todesfälle wird.

Reale Beschreibung der Stadt Lahr im Buch 

Ihrem 288-Seiten-Roman hat Marquardt eine Einleitung mit der Überschrift "Für ortsunkundige Leser" vorangestellt – darin wird die reale Stadt Lahr beschrieben, mit Storchenturm, Geroldseck, Chrysanthema und Co.

Die kurze Passage enthält nicht viel Neues für Leser aus Lahr – für sie ist es dann umso reizvoller, bei der Lektüre gewohnte Plätze und Straßen wiederzuentdecken. So taucht der erste Tote bei einem Rückhaltebecken auf, für das das Kuhbacher Rückhaltebecken das Vorbild abgegeben hat. Die nächste – aber nicht letzte – Leiche wird im Hohbergsee geborgen.

Mysteriöse Morde und spannende Ermittlungsarbeiten 

Im Gespräch mit unserer Redaktion bittet Gerlinde Marquardt darum, nicht zu verraten, wie die Opfer in ihrem Buch umgebracht werden – für die Leser soll die Spannung gewahrt werden, wünscht sie sich. Sie selbst habe Krimis schon immer geliebt, habe gern Kommissare in Gedanken bei der Tätersuche begleitet.

Deshalb habe sie dieses Genre für ihr Erstlingswerk gewählt, den vor zwei Jahren erschienen Krimi "Der einfarbige Regenbogen". Jetzt folgt Roman Nummer zwei, den sie erstmals in ihrer Heimatstadt Lahr verortet. Was es mit dem Titel "Die andere Seite der Perlen" auf sich hat? "Die Perlen spielen bei der Aufdeckung der Morde eine Rolle", verrät sie.

Sie hatte schon immer eine literarische Ader

Marquardt gibt als Übungsleiterin beim TV Lahr, in der Skizunft und bei der Ringergemeinschaft Gymnastikkurse, auch als Gedächtnistrainerin für Senioren hat sie gewirkt. Ihr Motto: "Aktiv vom Kopf bis zu den Füßen" lebt sie selbst. Eine literarische Ader hat die Rentnern dabei schon immer gehabt.

Seit jeher hat sie gerne geschrieben, Gedichte verfasst und bei privaten Anlässen vorgetragen. Ihre Gedichte, teils in Mundart, sind zum Beispiel stets beim Neujahrsumtrunk des TV Lahr zu hören.

Auch humorvolle Stellen finden sich im Buch 

Ihren zweiten Roman beendete sie im vergangenen Jahr. Vor allem in den Nachmittags- und Abendstunden ("dann hatte ich die Zeit dafür") hat die rüstige Rentnerin sich an ihren Schreibtisch gesetzt, an der Handlung, Charakteren und Dialogen gefeilt.

In dem fertigen Buch geht es durchaus auch skurril zu, nicht alles sei todernst zu nehmen, sagt sie. Dabei sind die Handlung und die Figuren ihres Lokalkrimis frei erfunden. Auch die Hauptfigur – Kommissar Moller – sei ihrer Phantasie entsprungen. Real sind nur viele Schauplätze – etwa Mollers Arbeitsplatz im "Lahrer Gefängnis", das nach seiner Auflösung von der Kriminalpolizei bezogen wurde, im Buch wie in der Realität.

Marquardt, die selbst im Münchtal wohnt, schildert Lahr in ihrem Roman als lebenswertes Städtchen; "die Welt ist hier sehr idyllisch", heißt es an einer Stelle. Nur dass eben bei ihr in dieser heimeligen Stadt insgesamt drei Morde verübt werden und auch noch ein Kind durch Süßigkeiten vergiftet wird.

Über das Buch

Der Krimi "Die andere Seite der Perlen" ist im Selbstverlag erschienen und wurde von Epubli gedruckt, einem Druckservice in Berlin. Der Roman ist für 10,70 Euro im Buchhandel erhältlich. Beim Lektorat, der Covergestaltung und im EDV-Bereich ist Marquardt von Angehörigen sowie von Jasmin Reinhardt und Elke Obenland unterstützt worden.

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