Foto: Horst Künstle

 Unfall: 40-Tonner bricht durch Wand  der FES auf dem Flugplatz / Keine Verletzten 

Lahr - Ein 40-Tonner hat am Dienstagabend bei einem schweren Unfall ein großes Loch in die Gebäudewand der Freien Evangelischen Schule (FES)gerissen. Es gab keine Verletzten, in der Schule hielt sich niemand auf.

Kleintransporter kracht mit Lkw zusammen 

Dienstag, gegen 19.30 Uhr: Statt am Stoppschild vor der Kreuzung Europastraße/Rainer-Haungs-Straße zu halten, fährt der Fahrer eines roten Kleintransporters einfach weiter. Er stößt mit einem vorfahrtsberechtigten Sattelschlepper zusammen, obwohl dessen Fahrer das Unglück kommen sieht und noch auszuweichen versucht.

Der Zusammenprall ist so heftig, dass der viel größere, aber unbeladene Brummi von der Straße abgewiesen wird, eine Straßenlaterne umknickt und in das FES-Gebäude kracht. Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste und Technisches Hilfswerk eilen zur Unfallstelle, die ein Trümmerfeld ist.

Keiner hat sich bei dem Unfall verletzt 

Zum Glück hat das medizinische Personal nichts zu tun, da beide Fahrer unverletzt geblieben sind, sogar auch der Mann, der hinter dem Lkw-Steuer gesessen hat. Dabei ist das Führerhaus des 40-Tonners zerstört, der Brummi hat ein klaffendes Loch in die Schulwand gerissen.

In der FES waren am Vormittag rund 400 Kinder unterrichtet worden, zum Unfallzeitpunkt hielt sich aber niemand in dem Gebäude auf. Verwaltungsleiter Friedhelm Matter wurde am Abend vom Hausmeister über den Unfall informiert, eilte dann zur Schule, um sich das Malheur anzusehen. »Es ist keinem etwas passiert, das ist das Wichtigste. Es hätte auch anders ausgehen können«, konstatierte Matter tags darauf im Gespräch mit unserer Redaktion.

Kreuzung gelte als Gefahrenschwerpunkt 

Die Kreuzung sei durchaus ein Gefahrenpunkt, so Matter, denn die lange Europastraße verführe zu schnellem Fahren. So mancher würde dann das Stoppschild übersehen. An der FES war am Mittwoch Improvisationskunst gefragt, denn der gesamte Verwaltungstrakt der Schule mit Sekretariat, Rektorat und Lehrerzimmer durfte zunächst nicht betreten werden. Erst musste ein Statiker sein Okay geben, dass der Bereich nicht einsturzgefährdet ist.

Ein Teil des Schulgebäudes wurde gesperrt

Dass ein Teil des Schulgebäudes gesperrt wurde, sei für die internen Abläufe kein allzu großes Problem gewesen, so Matter. Man verfüge noch über ein weiteres Lehrerzimmer, er selbst habe seinen Arbeitsplatz zum Beispiel in einen IT-Raum verlegt. Der Unterricht lief am Mittwochvormittag ungestört, da der Lkw in den Verwaltungstrakt der Schule und nicht in ein Klassenzimmer gedonnert war.

Fest steht, dass das Besprechungszimmer und die benachbarten Räume nicht genutzt werden können, bis der Schaden behoben ist. Einige Büros durften am Mittwochmittag aber wieder betreten werden. Das rund drei Meter hohe Loch in der Wand dichtete die Lahrer Feuerwehr mit Spanplatten ab. Den Gesamtschaden schätzte die Polizei auf rund 130 000 Euro.

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