Der Verein "Gemeinsam mobil Lahr" präsentiert seine beiden Autos. Vorne der VW up, hinter der Dacia Dokker. Unser Bild zeigt von links die Vereinsmitglieder Helen Körfges, Annette Ising, Charlotte Stiefel, Lutz Hovestadt und Ulrich Miedler. Foto: Baublies

Verkehr: Lahrer Verein "Gemeinsam mobil Lahr" stellt neues Fahrzeug vor

Lahr - Der Verein "Gemeinsam mobil Lahr" kooperiert mit der "Emmendinger Mobilgemeinschaft". Wer auf ein eigenes Fahrzeug verzichten und es lieber mit anderen Nutzern teilen will, hat dadurch jetzt einige Vorteile mehr, wirbt der Verein.

Der Vorstand des Lahrer Carsharing-Vereins hat dazu die Synergieeffekte und ein neues Fahrzeug am Donnerstag auf dem Rathausplatz vorgestellt. Die "Auto-Teiler" haben mit der neuen Zusammenarbeit im benachbarten Landkreis auch auf die Herausforderungen durch die Corona-Pandemie reagiert. Das erklärte der Vorsitzende Lutz Hovestadt bei der Vorstellung. So können Nutzer des Lahrer Angebots jetzt die digitale Fahrzeiterfassung namens "Flinkster" nutzen. Diese App nutzen viele verschiedene Carsharing-Vereine bundesweit.

Zwei Wagen stehen jetzt zur Verfügung

Die zwei Fahrzeuge, die der Lahrer Verein jetzt zur Verfügung stellt, sind dazu mit Bordcomputern ausgestattet. Damit können die Fahrzeuge über diese App direkt gebucht und mit einer Karte geöffnet und verschlossen werden. Das macht das Teilen des Fahrzeuges sicher deutlich einfacher.

Bei der Gelegenheit stellte der Verein das zweite Fahrzeug vor. Neben dem VW des Typs Up hat der Verein einen größeren Dacia, Typ Dokker angeschafft. Das wird Familien zugute kommen. Der Dokker ist ein geräumiger Van, der sich gut für Transporte größerer Güter nutzen lässt.

Ein dritter Grund für den Auftritt auf dem Rathausplatz war, dass der Verein mehr Aufmerksamkeit bekommen möchte. So hätten, erklärt Hovestadt, die Hälfte der Lahrer Einwohner laut einer Umfrage bisher nicht gewusst, dass es das Angebot in der Stadt geben würde, ein Fahrzeug gemeinsam zu nutzen.

Laut der Pressemitteilung steht ein privat genutzter Pkw mehr als 23 Stunden am Tag ungenutzt herum. Glück hat da, wer eine eigene Garage besitzt. Die Stadt Freiburg hat beispielsweise die Standgebühren für Fahrzeuge, die im öffentlichen Raum parken, von 30 auf 360 Euro angehoben. Andere Städte wollen dem Beispiel folgen.

Noch ein Nachteil: In der Regel sitzt ein Fahrer oder eine Fahrerin alleine in einem Fahrzeug – drei oder mehr zusätzlich vorhandene Sitzplätze werden kaum genutzt. Der Verein "Gemeinsam mobil Lahr" besteht derzeit aus zehn Familien und elf Einzelmitgliedern.

Was das geteilte Auto kostet

 Nur für Mitglieder: Um die Autos nutzen zu können, Bedarf es einer Mitgliedschaft und einer Kaution (rund 500 Euro), die bei Austritt zurückerstattet wird. Die Mitgliedskosten belaufen sich auf drei Euro im Monat für Einzelpersonen und sechs für Familien.

Zwei Preis-Komponenten: Jede Fahrt setzt sich aus den Preiskomponenten "Zeitpreis" und "Kilometerpreis" zusammen. Treibstoff ist in den Preisen inbegriffen. Beispielrechnung bei kostenloser Online-Buchung: Bei vier Stunden Nutzung fallen zehn Euro "Zeitpreis" an. Für 40 Kilometer Fahrtstrecke fallen 10,80 Euro an. Der Gesamtnutzungspreis liegt damit bei 20,80 Euro, erklärt die Homepage des Vereins.

14 .000 Kilometer pro Jahr: Die Mitglieder haben im vergangenen Jahr etwa 14 .000 Kilometer zurückgelegt.

  
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