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Lahr Flugplatz: Herrenknecht macht weiter

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Zufrieden über die Entwicklung auf dem Flugplatz (von links): Martin Herrenknecht, Oberbürgermeister Wolfgang G. Müller, Roland Mack vom Europa-Park, Albert Künstle von Hansgrohe. Markus Ibert von der IGZ und Betriebsleiter Michael Erath. Foto: Stadt

Lahr - Der Neustart ist geglückt: Dieses Fazit ziehen die Verantwortlichen des Lahrer Flugplatzes ein Jahr nach der Übernahme durch eine neue Betreibergesellschaft unter der Regie von Martin Herrenknecht. "Ich mache weiter", verspricht der Schwanauer Unternehmer.

Bei einem Gespräch bei Herrenknecht, der seit Oktober 2013 als Geschäftsführer der Lahrer Flugbetriebs GmbH & Co. KG den Flugbetrieb verantwortet, hat Oberbürgermeister Wolfgang G. Müller Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer den Status Quo erläutert und kurz- und mittelfristige Perspektiven aufgezeigt, heißt es in einer Presseerklärung.

Ende August 2013 hatte die Stadt Lahr bei der Gläubigerversammlung des früheren Flughafenbetreibers BFAL den Zuschlag für den Erwerb der luftverkehrsrechtlichen Lizenzen sowie des Anlagevermögens der Gesellschaft für 350.000 Euro erhalten. Innerhalb von fünf Wochen sei es gelungen, eine neue Organisationsstruktur für die fliegerische Nutzung und die Bewirtschaftung der gesamten über 200 Hektar großen Flugbetriebsflächen zu schaffen.

Herrenknecht sagte laut Pressemitteilung, er sei im vergangenen Jahr ein Risiko eingegangen. Aber der Flughafen Lahr sei es wert. "Wir brauchen diese Infrastruktur für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft", so Herrenknecht: "Das Risiko hat sich gelohnt, der Flughafen ist offen, der Betrieb läuft gut." Sogar die Finanzzahlen seien besser, als er erwartet habe. "Wenn alle bei der Stange bleiben und weiterhin an einem Strang ziehen, holen wir zusätzliche Nachfrage an den Flughafen und dann trägt der sich auch selbst". Die Mitarbeiter erhalten pünktlich ihren Lohn und müssen nicht aufs Geld warten. Es sehe gut aus, so der Unternehmer.

Roland Mack vom Europa-Park erklärte, es sei gut, "dass wir jetzt keinen Zeitdruck mehr haben, sondern den Flughafen in Ruhe entwickeln können", Der Europa-Park sei weiter dabei. Für Hansgrohe erklärte Albert Künstle schon vor dem Gespräch schriftlich: "Wir sind sehr zufrieden, dass wir unsere Firmenflugzeuge wieder am Flughafen Lahr haben und das bleibt so."

Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer zeigte sich zufrieden darüber, "dass der Neustart des Flughafen Lahr nach der Insolvenz durch die Bündelung regionaler Kräfte gelungen ist". Das unterstreiche die Bedeutung und Funktion des Flughafens für die Region.

Betriebsleiter Michael Erath gab einen Einblick in die aktuelle Geschäftstätigkeit der Flugbetriebs GmbH: "Die Kunden sind sehr zufrieden, und das spricht sich rum. Wir haben viele Kontakte und bauen nach und nach unser Netzwerk aus. Ich rechne in naher Zukunft mit Vertragsabschlüssen, die noch mehr Frequenz bringen. Es geht dabei sowohl um Fracht, aber auch um Sonderfunktionen."

Markus Ibert ist sowohl Geschäftsführer der IGZ als auch bei der Lahrer Flugbetriebslizenzen Holding GmbH. Die Holding hält die luftverkehrsrechtlichen Genehmigungen sowie das Anlagevermögen. "Wir spüren auch bei der IGZ das rege Interesse am Fliegen und die erfreuliche Resonanz der Nutzer, für die Verlässlichkeit ein hohes Gut ist, so Ibert.

"Was innerhalb eines Jahres geleistet wurde, ist äußerst erfreulich und es stimmt mich für die weitere Entwicklung sehr zuversichtlich", fasst Müller die Ergebnisse des Gesprächs zusammen. "Wenn wir von Seiten der Stadt Lahr gedanklich eine Kostenstelle Flughafen einrichten, dann wird sich diese finanziell selbst tragen, dies gilt wohl schon für das Jahr 2014."

Ursprünglich war davon die Rede, dass Herrenknechts Engagement zeitlich befristet ist, bis ein neuer Betreiber für den Flugplatz gefunden ist.

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