Mehrere Beamte des Polizeireviers Lahr, hier auf unserem Bild, sowie des Polizeipräsidums Offenburg haben am Freitagabend insgesamt sieben Shisha-Bars im gesamten Lahrer Stadtgebiet kontrolliert. Foto: Schabel

Kriminalität: Polizei und Ordnungsamt kontrollieren gemeinsam Shisha-Bars in Lahr

Lahr - Rund 25 Kilogramm unversteuerten Shisha-Tabak sowie mehrere Verstöße gegen die Gewerbeverordnung sind das Fazit einer Polizeikontrolle am Freitagabend. Insgesamt sieben Shisha-Bars wurden von Stadt und Polizei genauer unter die Lupe genommen.

Der kommunale Ordnungsdienst der Stadt Lahr, der Zoll, die Abteilung Gewerbe und Umwelt des Polizeipräsidiums Offenburg und das Polizeirevier Lahr haben am vergangenen Freitag im Rahmen des Sicherheitstages in einer gemeinsamen Aktion sieben Shisha-Bars im gesamten Lahrer Stadtgebiet kontrolliert.

Mehrere Verstöße gegen Gewerbeverordnung 

Beteiligt waren Mitarbeiter der städtischen Ausländerbehörde und der Lebensmittelkontrolle des Landratsamtes Ortenaukreis, teilt die Polizei mit. Eingesetzt waren in der am Abend beginnenden Kontrollaktion zehn städtische Mitarbeiter, 14 Angehörige des Zolls, vier Lebensmittelkontrolleure sowie 17 Polizeibeamte des Polizeireviers Lahr und des Polizeipräsidiums Offenburg.

Der kommunale Ordnungsdienst der Stadt stellte bei den Kontrollen in den insgesamt sieben Betrieben mehrere Verstöße gegen die Gewerbeverordnung und gegen die Spielverordnung fest. Unter anderem wurden auch nicht zugelassene Spielgeräte außer Betrieb gesetzt. Weiterhin gab es mehrere Verstöße gegen die allgemeinen Corona-Verordnungen, die ebenfalls geahndet wurden.

Zukünftig sollen mehr Gaststättenkontrollen stattfinden

Die Kontrolleure des Zolls fanden insgesamt rund 25 Kilogramm unversteuerten Shisha-Tabak, den sie beschlagnahmten. Die Barbetreiber müssen nun mit einer Anzeige wegen Steuerhehlerei rechnen, schreibt die Polizei weiter. Nicht zuletzt wurden auch durch die Lebensmittelkontrolleure des Landratsamtes Ortenaukreises Mängel festgestellt, die es für die Inhaber nun zu beheben gilt und denen Anzeigen folgen.

Fast in jeder Bar gab es mehr oder weniger größere Beanstandungen, so die Aussage des polizeilichen Einsatzleiters Joachim Ohnemus.

Und das gemeinsame Fazit der Polizei und Stadtverwaltung? Angesichts der festgestellten Verstöße am Freitagabend sei mit weiteren Gaststättenkontrollen zu rechnen, heißt es abschließend in der Pressemitteilung.

Wagen muss stehen bleiben 

Nicht nur die Shisha-Bar-Besitzer, sondern auch einen Audi-Fahrer erwartet seit Freitagabend eine Anzeige. Der 30-Jährige fuhr an insgesamt drei Shisha-Bars vorbei und ließ dabei "seinen starken motorisierten Untersatz aufheulen", schreibt die Polizei.

In der Friedrichstraße hatte das lautstarke Treiben dann aber ein Ende. Der Poserszene zuzuordnende Fahrzeuglenker wurde von den Einsatzkräften angehalten. Wie sich herausstellte, hatte er keinen Führerschein. Den mit mehr als 500 PS ausgestatteten Sportwagen musste er an Ort und Stelle stehen lassen. Den Fahrzeugbesitzer erwartet nun ein Ermittlungsverfahren, weil er das Auto seinem Bekannten ohne Führerschein überlassen hatte.