Jetzt steht fest, wer ins Rennen um den Sitz für Lahr im nächsten Landtag geht. Foto: Gollnow

Landtagswahl: Experte rechnet mit Quote von mehr als 50 Prozent / Kandidaten stehen fest / Neuried wählt mit Offenburg

Lahr/Kinzigtal. Seit Dienstag steht fest, wer im Wahlkreis für Lahr und das Kinzigtal ins Rennen um den Sitz im Landtag geht. 13 Parteien bewerben sich am 14. März. Kreiswahlleiter Michael Loritz rechnet mit einer sehr hohen Quote an Briefwählern.

13 Parteien treten zur Landtagswahl an 

Wenn in gut acht Wochen Baden-Württemberg seinen neuen Landtag wählt, wird es im Wahlkreis Lahr, zu dem auch viele Kommunen im Kinzigtal gehören, spannend. Gleich 13 Parteien treten zur Wahl an, ihre Bewerber stellen sich weiter unten in einem Kurzporträt vor. Das sind mehr Bewerber als in den Nachbarwahlkreisen, bei denen zwölf Parteien auf dem Stimmzettel stehen werden.

Bis vorige Woche hatten die Parteien die Möglichkeit, Wahlvorschläge einzureichen. "Alle Vorschläge zur Landtagswahl wurden zugelassen", informiert Kreiswahlleiter Michael Loritz. Nach 43 Minuten im Kreiswahlausschuss stand fest, wer auf den Stimmzetteln stehen wird.

Mit Ausnahme der fünf etablierten Parteien, die im Landtag vertreten sind, mussten alle anderen jeweils mindestens 75 Unterstützungsunterschriften sammeln.

Trend geht klar zur Briefwahl 

Jetzt, wo alle 13 Bewerber für den Wahlkreis Lahr feststehen, kann das Landratsamt ans Drucken der Stimmzettel gehen. Und das werden dieses Mal mehr sein als sonst, denn Loritz geht davon aus, dass wegen der Pandemie besonders viele Menschen von der Briefwahl Gebrauch machen werden. "Da planen wir auf alle Fälle genügend Wahlunterlagen vor", sagt er.

Die jüngste OB-Wahl in Stuttgart, unter Corona-Bedingungen, habe einen klaren Trend gezeigt. Da seien bereits rund 50 Prozent der Wähler nicht persönlich zur Wahlurne gegangen, sondern hätten ihre Stimme per Brief abgegeben, weiß Loritz."Das erwarten wir auch bei der Landtagswahl so, eher noch eine höhere Briefwahl-Quote", schätzt er. Die Kommunen würden sich auf diese Situation jetzt schon vorbereiten, weiß er aus vielen Gesprächen mit den Verantwortlichen in den Rathäusern im Raum Lahr und im Kinzigtal. Dort würden aller Voraussicht nach mehr Wahlhelfer für die Auszählung der Briefwahlstimmen eingesetzt.

Es fehlt die "Partei WIR 2020" mit ihrem Bewerber Herbert Kinzel aus Schramberg, weil wir keine Informationen von diesem Kandidaten bekommen hatten.

So wählt die Gemeinde Neuried 

Die Gemeinde Neuried gehört nicht zum Wahlkreis Lahr, sondern zu Offenburg. Dort stehen folgende Kandidaten zur Wahl: Grüne: Thomas Marwein (Landtagsabgeordneter, Bauingenieur), Offenburg. CDU: Volker Schebesta, (Landtagsabgeordneter, Staatssekretär), Offenburg. AfD: Taras Maygutiak, (Monteur), Offenburg. SPD: Andrea Ahlemeyer-Stubbe, (Diplom-Statistikerin), Gengenbach. FDP: Rita Klee, (Diplom-Betriebswirtin), Offenburg. Linke: Amelie Vollmer, (Schülerin), Offenburg. ÖDP: Michael Perrass, (Altenpfleger), Hohberg. Die Partei: Philipp Ruderisch, (Holztechniker), Offenburg. Freie Wähler: Ingo Sänger, (Gebietsleiter), Baden-Baden. Die Basis: Michael Kreutler, (Bauingenieur), Offenburg. Klimaliste: Sebastian Olejek, (Systemadministrator), Ludwigsburg. Partei WIR 2020: Wolfgang Fischer, (Haustechniker), Waldachtal.

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