1969 haben sie am Max-Planck-Gymnasium ihr Abitur gemacht, zum Abi-Jubiläum haben sich die damaligen Schüler wieder in Lahr getroffen. Foto: privat Foto: Lahrer Zeitung

Treffen: Ehemalige Schüler des Max-Planck-Gymnasiums feiern Wiedersehen / Besuch in der alten Schule

Lahr (red/sm). Mehr als drei Viertel der ehemaligen Schüler des Abiturjahrgangs 1969 des Max-Planck-Gymnasiums haben sich anlässlich ihres Abiturs vor 50 Jahren in Lahr getroffen. Die weitesten Anreisen erfolgten dabei aus einem kleinen Ort an der dänischen Grenze, aus Bremen und aus Berlin.

 

Das Treffen begann in der alten Schule mit einem Sektempfang, dem sich eine Führung durch das Schulgebäude mit dem Schulleiter Christoph Bohn anschloss. Die baulichen Veränderungen der vergangenen 50 Jahre seien sofort erkennbar, so die Teilnehmer. Bohn berichtete aber auch über die sehr positive Entwicklung des MPG vom klassischen Gymnasium der 1960er-Jahre zur heutigen Halbtagesschule mit ergänzender Ganztagesbetreuung und sehr vielen schulischen Angeboten.

Dem Besuch in der alten Schule schloss sich ein Abendessen im Gasthaus Grüner Baum in Burgheim an. Im weiteren Verlauf des Abends wurden manche Anekdoten aus dem gemeinsamen Schulleben erzählt, die teilweise eine große Heiterkeit auslösten. Zu den Höhepunkten des Abends zählten die Lesungen des langjährigen MPG-Schulleiters Ludwig Hillenbrand aus seinen Mundartbüchern. Der alemannische Dialekt war dabei für diejenigen, die schon lange nicht mehr in Lahr leben, gar nicht mehr so leicht zu verstehen. Am wichtigsten waren aber die vielen Gespräche unter den ehemaligen Klassenkameraden, die sich teilweise seit 30 Jahren nicht mehr gesehen hatten. Erst weit nach Mitternacht verließen einige den Biergarten des Gasthauses.

Eine Führung durch die Burgheimer Kirche stand am Samstagmorgen auf dem Programm. Anschauliche Einblicke in die Geschichte der vielleicht ältesten rechtsrheinischen Kirche gab Trude Sommer. Gemeinsam wurden einige Strophen des Lieds "Geh aus mein Herz und suche Freud" gesungen. Die Orgelvariation eines Mitschülers, evangelischer Pfarrer und ehemaliger Orgelschüler des damaligen Bezirkskantors Ernst Wacker, ließ einfühlsam die in den Liedstrophen besungenen Motive, Tiere und Pflanzen tonmalerisch nacherleben – ein kunstvoller Höhepunkt an diesem Tag.

Danach begaben sich die 69er-Abiturienten auf einen Stadtrundgang. Vom Max-Planck-Gymnasium aus ging es auf Spurensuche zu Orten, die Erinnerungen an gemeinsam verbrachte Stunden wachriefen. Schnell bemerkte man dabei, wie sehr sich das Stadtbild in den vergangenen 50 Jahren verändert hat. Im Gasthaus Eiche auf dem Langenhard und auf dem Weinfest des Weinguts Wöhrle war wiederum Gelegenheit, Erinnerungen auszutauschen und manch Lustiges zum Besten zu geben.