Das DHL-Zentrum auf dem Lahrer Flugplatz ist Paket-Drehscheibe für die Ortenau, den Breisgau, den Hochrhein und den Hochschwarzwald.Archivfoto: Merck Foto: Lahrer Zeitung

Logistik: Post-Unternehmen auf dem Flugplatz "läuft bereits unter Volllast" / Außenflächen erweitert

Lahr. Zu keiner anderen Zeit im Jahr wird so viel gekauft, bestellt, verschickt und umgetauscht wie rund um Weihnachten. Das bekommt freilich auch das DHL-Paketzentrum in Lahr zu spüren – und zwar weit vor dem ersten Advent. "Von Oktober bis Januar ändert sich einiges: Die Zahl der Mitarbeiter wächst, der Fuhrpark ebenfalls, Schichtpläne werden geändert", sagt Unternehmenssprecher Marc Mombauer. Deutschlandweit verdopple sich die Zahl der von DHL ausgelieferten Pakete von gut 5,2 auf fast elf Millionen.

Allein in dem U-förmigen Gebäude auf dem Lahrer Flugplatz können bis zu 32 000 Pakete pro Stunde sortiert werden, am Tag sind es locker 450 000. Momentan werden die Kapazitäten ausgeschöpft. Um "unter Volllast" (Mombauer) fahren zu können, stockt die Post-Tochter zu dieser Jahreszeit traditionell Personal auf: Zu den regulär in Lahr beschäftigten 450 Angestellten können sich vor Weihnachten bis zu 300 dazugesellen. "Wir suchen aktiv nach Saisonkräften wie Studenten", sagt Mombauer.

Das Einzugsgebiet des rund 20 000 Quadratmeter großen Logistikgebäudes ist riesig: "Alle in der Ortenau, im Breisgau, am Hochrhein und im Hochschwarzwald eingelieferten Pakete werden im Lahrer Paketzentrum bearbeitet, sortiert und für die Transporte für Deutschland sowie die ganze Welt vorbereitet", sagt der DHL-Sprecher. "Auch alle Päckchen und Pakete für Empfänger in dieser Region durchlaufen das Paketzentrum Lahr."

Um diesen Umschlag noch besser bewältigen zu können, rollten vor gut zwei Monaten die Bagger auf dem Lahrer Flugplatz an. Das Unternehmen hat auf seinem Grundstück eine sogenannte Teilhoferweiterung vorgenommen, wie Mombauer sagt: "Mit der zusätzlichen Stellfläche können wir unsere Hoflogistik weiter optimieren, indem wir mehr Platz schaffen für Container, Wechselbrücken und Lkw." Grunderwerb war laut dem Sprecher nicht nötig: "Wir sind Eigentümer dieser Fläche." Die Arbeiten seien nahezu abgeschlossen, nun werden "lediglich noch wenige 100 Quadratmeter versiegelt".