Der Breitband-Ausbau in Hechingen lahmt. Foto: dpa/Uwe Ansbach

Das schnelle Internet lässt in Hechingen auf sich warten. Warum geht es nicht zügiger voran?

Dass er über etwas abstimmt, was er nicht mehr versteht, hört man von Werner Beck, dem Sprecher der Freien-Wähler im Hechinger Gemeinderat, nicht oft. Bei der jüngsten Sitzung war es beim Thema Breitband-Versorgung aber so.

 

Dabei war er sich mit Bürgermeister Philipp Hahn und den anderen Gemeinderäten völlig einig, dass der Breitband-Ausbau in Hechingen weit hinter den früheren Zeitplänen hinterherhinkt. Die ursprüngliche Regierungsidee, durch Wettbewerb die Versorgung effizient sicherzustellen, sei absolut nicht aufgegangen, stellte Philipp Hahn zur aktuellen Lage fest.

Nun herrsche teilweise Chaos, Zusagen würden nicht eingehalten, Vertragspartner der Stadt seien schwer erreichbar, und eigentlich schon zugesagte Versorgungszeitpläne seien über zwei Jahre überzogen, so seine deutlich ernüchtert klingende Bilanz.

Aus zwei Firmen wird eine

Und so blieb auch der eigentliche Sinn der dem Verwaltungsausschuss vorgelegten Veränderung wenig nachvollziehbar. Denn es gibt im Hechinger Raum aktuell wohl die Komm-Pakt.Net und die OEW Breitband, die irgendwie ähnliche Aufgaben haben, sodass nun die Komm.Pakt.Net von der OEW Breitband übernommen und anschließend auf der Stelle gleich aufgelöst wird, womit nur eines der Unternehmen übrig bleibt.

Geht es nun schneller?

Ob das die Stadt allerdings dem Ziel näher bringt, die Bevölkerung durch die Errichtung oder Verbesserung eines passiven Glasfasernetzes mit Breitbandtechnologie zu versorgen, dafür wollten weder Philipp Hahn noch die im Rathaus für Breitbandausbau zuständige Caren Wagner eine Garantie übernehmen.

Immerhin: Die Anbindung der Schulen ist teilweise schon erfolgt, die restlichen sollen Anfang nächsten Jahres angeschlossen werden, und für nächstes Jahr gibt es eine Ausschreibung, dass sogenannte „Weiße Flächen“, wo nicht einmal 30 Megabit durch die Leitung laufen, mehr Leistung erhalten.

Ihm habe kürzlich jemand erzählt, er habe bei einer Reise durch Georgien bessere Internet-Verbindungen gehabt als in Hechingen, so Werner Beck dazu. Ob das, was nun zur Abstimmung stehe, daran schneller etwas ändere, wisse er nicht. Aber er stimme halt trotzdem zu.