Symbolisch: Frieder Mauch wird von gleich zwei Empfingern gestört. Gefühlt waren die Gäste am Sonntag immer in Überzahl, und in allen Belangen überlegen. Foto: Kara

Die verdiente 0:2-Pleite gegen Empfingen war für den SV Seedorf das siebte Ligaspiel in Serie ohne Sieg. Viel Zeit zu resignieren bleibt nicht, am Mittwoch kommt der SSC Tübingen.

Den Start ins neue Jahr hatte man sich beim SV Seedorf sicher anders vorgestellt: Wohlwissend, dass mit dem VfL Pfullingen und der SG Empfingen gleich zwei Brocken warten, hätten Erfolgserlebnisse vor den Begegnungen mit anderen Kellerkindern enorm gut getan.

 

SV-Cheftrainer Emanuele Ingrao resümierte nach dem 0:2 gegen Empfingen am Sonntag: „Die Mannschaft wollte, aber es reicht halt so trotzdem nicht. Wenn du keine Tore schießt, kannst du nicht gewinnen.“ Und – so ehrlich muss man sein – allzu viele Chancen gab es gegen den Tabellendritten auch nicht. Erst in der Schlussviertelstunde wurde der SVS ein paar Mal gefährlich. Bis zu diesem Zeitpunkt war das schmeichelhafte Ergebnis von 0:2 noch der beste Aspekt aus Sicht der Hausherren.

Schmeichelhaftes Ergebnis

Wären die Empfinger, welche auch noch zwei Mal am Aluminium scheiterten, nur etwas präziser und Torhüter Marcel Bender nicht ganz so stark aufgelegt gewesen, hätte das Ergebnis eine ganz andere Höhe haben können. Es spricht gewissermaßen Bände, dass SGE-Coach Alexander Eberhart „mit mehr Gegenwehr gerechnet hätte“.

Ingrao haderte daher: „Die 1. Halbzeit war nach vorne gar nicht gut von uns. Das schnelle 0:1 nach der Pause war dann mega bitter und zu einfach. Wir wollten insgesamt eigentlich mutiger auftreten.“ Trotzdem nahm er seine Mannschaft auch in Schutz und erkannte: „Wir glauben irgendwie schon dran und haben nach dem 0:2 nicht aufgegeben. Das muss ich der Mannschaft hoch anrechnen. Wir brauchen auch nicht jammern, sondern müssen die Situation annehmen. Es geht weiter.“

Ein ganz wichtiges Spiel

Viel Zeit, sich noch Gedanken über diese Begegnung zu machen bleibt ohnehin nicht. Die Lage im Abstiegskampf der Landesliga spitzt sich immer mehr zu, der SV Seedorf ist mittendrin. Und bereits am Mittwoch wartet im Prinzip ein „Sechs-Punkte-Spiel“. Der SSC Tübingen, momentan mit fünf Punkten mehr auf dem Konto, kommt nach Seedorf.

Brisant: Es ist der zweite Anlauf dieser Begegnung, da sich der Schiedsrichter seinerzeit verletzt hatte. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Unistädter 3:1 in Führung gelegen und waren auf dem Weg einen ihrer seltenen Auswärtssiege einzufahren. Nicht nur deshalb dürfte der SSC hochmotiviert anreisen – am Sonntag gelang in einer dramatischen Schlussphase noch ein Heimsieg. Gegen Schlusslicht Freudenstadt war man bis zur 90. Minute noch 1:2 in Rückstand, erzielte aber durch Lars Lack und Mario Kuhn noch zwei Tore.

„Ein ganz anderes Spiel“

Ingrao erklärt den Ablauf bis zur so wichtigen Begegnung: „Wir trainieren, machen eine kurze Analyse und sprechen zwei, drei Dinge an. Es wird am Mittwoch ein ganz anderes Spiel sein, ganz einfach.“ Damit es aber nicht nur ein anderes Spiel wird, sondern auch ein anderes Ergebnis gibt, ist eine Leistungssteigerung dringend von Nöten. Der am Sonntag gesperrte Jannis Roth ist wieder spielberechtigt.