Die 0:2-Niederlage gegen den TSV Essingen war das fünfte Spiel in Folge ohne Sieg für den FC Holzhausen. Trainer Benjamin Maier weiß um manches Defizit seiner Mannschaft, richtet den Blick aber schon auf das Derby gegen Villingen.
Nach einer sehr turbulenten Vorbereitung war die Stimmung zum Saisonauftakt noch bestens: An einem Freitagabend hatte der FC Holzhausen dank dreier Tore von Janik Michel den FC Nöttingen besiegt und war mit drei Punkten in die Saison gestartet.
Fünf Spiele ohne Sieg
Gut einen Monat und fünf Spiele später ist jedoch nur ein Zähler auf der Habenseite dazu gekommen. Das 0:2 gegen den TSV Essingen stellte zudem die erste Niederlage der Saison auf heimischem Platz dar. Entsprechend niedergeschlagen wirkte mancher Akteur nach dem Abpfiff von Schiedsrichter Luigi Satriano. Trainer Benjamin Maier erklärte: „Wir haben in allen Bereichen noch Luft nach oben. Ich habe schon bessere Ansätze als in Offenburg gesehen, aber wir müssen weiter an einigen Dingen ansetzen.“
Er zählt exemplarisch die Griffigkeit in den Zweikämpfen, die Chancenverwertung und auch das Herausspielen von noch mehr Chancen auf. Gute Möglichkeiten gab es gegen Essingen vor allen Dingen direkt nach dem 0:1, doch speziell Fabio Pfeifhofer agierte sehr unglücklich im Strafraum. Maier sprach auch davon, dass man ab und an zu kompliziert spiele: „Wir hatten am Schluss mit Lysander Skoda noch einen weiteren großen Spieler auf dem Platz. Da müssen wir dann einfach auch mal lange Bälle auf ihn und Janik spielen – um diese zu verlängern oder auf die zweiten Bälle zu gehen.“
Dass solche Themen der Entscheidungsfindung nicht nur fußballerischer Natur sind, konnte auch Maier nach Abpfiff einordnen. Was Einsatz und Laufbereitschaft anbelangt, konnte man seiner Mannschaft nichts vorwerfen. Was jedoch spürbar fehlt ist das Selbstvertrauen. „Nach der Phase mit wenigen Punkten fängt natürlich auch bei manchem Spieler der Kopf an zu arbeiten, das hemmt natürlich.“ Im Hinblick auf das Aufeinandertreffen mit dem gut gestarteten FC 08 Villingen gilt also: „Wir müssen versuchen die Köpfe frei zu kriegen“, so Maier.
Köpf wechselt gut ein
Derweil war Essingens Übungsleiter Simon Köpf zufrieden, dass sein Team trotz der Strapazen bei der Anreise als Sieger vom Platz ging. „Man hat zu Beginn schon gesehen, dass wir vier Stunden im Bus saßen und noch schwere Beine hatten.“ Der Trainer selbst bewies dann ein goldenes Händchen – der eingewechselte Janik Wiedmann traf mit seinem ersten Ballkontakt und nach einer langen Leidenszeit: „Das war glaube ich das erste Mal in meiner Trainerkarriere dass das so funktioniert hat. Janik hatte zwei Jahre die Seuche am Fuß (Anm. d. Redaktion: Achillessehnenriss und Sehnenriss) und ist eigentlich ein absoluter Stammspieler. Das tut uns als Mannschaft richtig gut.“