Vierter Landkreislauf trifft auf Bad Liebenzeller Firmenlauf: „Jesus.läuft – allmächtig“ landet auf Platz eins. Am Samstag spielte das Wetter mit. Und die Begeisterung war groß.
Das Lauf-Event am Samstag im Rahmen des 15. Paracelsus-Laufes war groß angekündigt worden. Und es herrschten beste (Lauf-) Bedingungen in Bad Liebenzell.
Begeisterung Die ausgeschriebenen Bambini-Schüler-Jugendläufe sorgten für so viel Bewegung im Kurpark, dass sich auch Bad Liebenzells stellvertretender Bürgermeister Sebastian Kopp von der Begeisterung anstecken ließ. Selbst begeisterter Läufer, freute er sich über die hohen Starterzahlen und den zahlreichen Besuch von Eltern und Angehörigen. „Klar, das Wetter spielt heute super mit. Wir hatten auch schon Laufveranstaltungen mit miesen acht Grad“, blickte Kopp zurück.
„Vielleicht sehen wir heute einen Olympiateilnehmer von morgen“, schickte Fritz Sander die einzelnen Jahrgänge auf den 400 (Bambini) und 800 (Schüler/Jugend) Meter langen Rundkurs. Nicht ganz einfach zu laufen, denn bei den fein geschotterten Wege im Kurpark war in den engen Kurvenpassagen ein erhöhtes Maß an Aufmerksamkeit vonnöten.
Beherzter Zweikampf
Keine Probleme damit hatten Samuel Henn aus Bad Liebenzell und Jan Bakun aus Bad Wildbad. Das Duo lieferte sich auf der Zielgeraden einen beherzten Zweikampf und überquerte in der Klasse U 12 in 2.44 und 2.45 Minuten im Gleichschritt den Mess-Teppich. Bei den Bambini gab’s keine Zeitmessung, hier begrüßte Sander jeden Zielankommenden als Gewinner. Dass der eine oder andere „Laufnachwuchsläufer“ – der jüngste Teilnehmer war drei Jahre alt – an der Hand von Mutti oder Papa noch gar nicht richtig mitbekam, um was es hier ging, wurde ganz klar vom Spaßfaktor überdeckt.
Staffelwettbewerb Wer im Trikot von einem Verein angereist war, der konnte sich schon mal mit einem professionellen Aufwärmtraining auf den Lauf vorbereiten lassen. Wie so was vor Ort aussehen kann, demonstrierte die große Laufgruppe des TSV Möttlingen unter der Leitung von Steffi Oehlschläger.
„Laufen was die Füße hergeben“ hieß es dann beim vierten Landkreislauf, der in Form von einem Staffelwettbewerb ausgetragen wurde.
Mindestens vier Läufer
Eine Mannschaft bestand aus mindestens vier Läufern, das Pensum bleibe den Teams selbst überlassen, erklärte Eberhard Carl. Der Ex-Fußballprofi, der unter anderem an der Seite von „Euro-Eddy“ mit dem Karlsruher Fußballclub auch international für Furore gesorgt hatte, war als Integrationsmanager für das Landratsamt Calw in der Organisation der Veranstaltung mit eingebunden.
„Nach einer Stunde und 29 Minuten ertönt ein Schuss, dann dürfen alle Läufer, die sich auf der Strecken befinden, ihre Runde noch zu Ende laufen“, erklärte Sander an der Star- und Ziellinie.
Da hatte Yannik Hartmann in einer Ansprache direkt vor dem Start – fast in Form einer Predigt – den Sinn und seine Beweggründe für die Teilnahme erläutert. Insgesamt sechs Mannschaften waren unter seiner Regie und dem Trikot „Jesus läuft“ an den Start gegangen. Auf der Strecke zeigte der mehrfache Sieger wie Tempo geht. Hartmann lief die schnellste Runde und übergab als erster den Staffelstab an seinen Teamkollegen Joshua Gabriel. Zusammen mit Manuel Seng, Brain Sauter und Jona Stolz waren es beim Laufende für „Jesus.läuft – allmächtig“ 31 Runden mit 24,8 Kilometer in einer Zeit von 1.33.37 Stunden.
Frauen-Team Fünf Runden zurück belegte „Jesus läuft – mit uns!“ in der Aufstellung Samuel Pfrommer, Jochen Eberhardt, Benjamin Oster, Manuel und Jonathan Rieß Platz zwei. Insgesamt hatten sich zwölf Teams der Herausforderung gestellt.
Riesenspaß für alle
Der letzte Platz, ein komplettes Frauen-Team, bestehend aus dem Quartett „Walking Jogging Heros“ mit Carolin-Julia Zeh, Sylvia Kusterer, Monika Eckers und Nina Ohngemach, schaffte immerhin noch 17 Runden mit insgesamt 13,6 Laufkilometer.
Ein Riesenspaß für alle, zumal sich jeder nach seiner persönlichen Verfassung einbringen konnte.
Etwas Persönliches schob auch der Ehrenvorsitzende des Leichtathletik-Kreises Calw, Fritz Sander ein, als er Michael Nothacker, den jahrelangen Macher der Nothacker Gedächtnisläufe beim SV Oberkollbach, als Dauergast – er war bei allen 15 Veranstaltungen dabei – vorstellte.
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