Am Mittwoch steht der Firmenlauf in Schwenningen an. Aufgrund eines Todesfalls beim Lahrer Firmenlauf haben die Veranstalter nochmals das Sicherheitskonzept gecheckt. Foto: Birgit Heinig/Archiv

Ein tragischer Todesfall hat den Firmenlauf am Freitag in Lahr überschattet. Ein Läufer war zusammengebrochen und kurz darauf im Klinikum gestorben. Der Veranstalter hat nun das Sicherheitskonzept nochmals überprüft.

1,2 Kilometer vor dem Ziel kam es in Lahr zu dem tragischen Zwischenfall, der die Freude über das sonst gelungene Event deutlich trübt. Dort war der Mann plötzlich liegengeblieben. Andere Läufer hatten den Ernst der Lage sofort erkannt. Unter anderem Mitarbeiter des Ortenau-Klinkums versuchten, den Mann zu reanimieren. „Ein Streckenposten hat sofort den Notdienst gerufen“, sagt Ralf Niedermeier, Geschäftsführer des Veranstalters N-plus-Sport.

 

Die Läufer wurden in einer kleinen Schleife um den Einsatzort herumgeleitet. Letztendlich blieben alle Wiederbelebungsversuche ohne Erfolg. „Der Läufer ist noch am Abend im Krankenhaus gestorben“, erklärt Niedermeier, „es ist ein tragisches Unglück, das uns alle mitnimmt. Unser Mitgefühl liegt bei der Familie und den Kollegen“.

Erstmals bei 150 Veranstaltungen mit jährlich bis zu 70 000 Läufern sei es zu einem Todesfall gekommen. Niedermeier betont, dass sämtliche Auflagen der Stadt eingehalten worden seien, „es war ein tragischer Unfall, der wahrscheinlich nicht zu verhindern war“.

Sicherheitskonzept nochmals überprüft

Dennoch habe der Todesfall natürlich für eine gewisse Sensibilisierung gesorgt – man habe ihn deshalb zum Anlass genommen, das Sicherheitskonzept nochmals intensiv durchzugehen. „Letztlich haben wir keine Anpassungen vorgenommen, weil wir gut vorbereitet sind“, so der Veranstalter mit Blick auf den Firmenlauf in Schwenningen am Mittwoch.

Konkret heißt das: Für den 5-Kilometer-Lauf gebe es 38 Streckenposten, die alle umfangreich gebrieft und mit Notfallnummern ausgestattet seien. Darüber hinaus stünden elf Sanitäter an vier Stationen zur Verfügung, „das heißt die sind von einem möglichen Schadensort nie mehr als einen Kilometer entfernt“, betont Niedermann. Für die Veranstaltung habe man eine gerasterte Karte erstellen lassen, mit deren Hilfe ein Einsatzort dem Rettungsdienst schnell beschrieben werden kann, um eine zügige Erreichbarkeit zu garantieren.

Mehr Sanitäter als gefordert

Das Sicherheitskonzept habe man gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz erarbeitet – zugrund lege dabei eine Risikoanalyse für eine Laufveranstaltung mit 3500 Personen. Letztlich seien nur 2500 Läufer am Start, weswegen man hinsichtlich der Rettungskräfte besser ausgestattet sei als notwendig. Das sei auch in Lahr der Fall gewesen, „ es liegt de facto nicht daran, dass wir nicht solide vorbereitet sind“, so der Veranstalter.

In diesem Zusammenhang appelliert das Team des Firmenlaufs auch an die Verantwortung der Läufer. Wenn sich jemand körperlich nicht unbedingt in der Lage sieht, die Strecke zu bewältigen, sollte er nicht am Lauf teilnehmen. Denn in jedem Fall gilt: Die Gesundheit geht vor.