So sehen die zahlreichen Risse auf der Rückseite der Lärmschutzwand entlang der Bundesstraße 27 bei Hüfingen nach der Reparatur aus. Foto: Jens Fröhlich

Kein Ende in Sicht: Die Risse in der Hüfinger Lärmschutzwand sind zwar repariert. Nun verhindert aber ein anderes Problem eine baldige Freigabe.

Die Geschichte der Hüfinger Lärmschutzwand, die das Wohngebiet Auf Hohen vor zu lauter Beschallung von der Bundesstraße 27 schützen soll, nimmt kein Ende. Eine endgültige Freigabe des Bauwerks ist drei Jahre nach Fertigstellung noch immer nicht in Sicht: Die Fahrspur, die unter der Wölbung des Bauwerks hindurchführt, ist und bleibt für Autofahrer gesperrt.

 

Aber warum eigentlich? Denn die zunächst aufgetretenen Risse sind laut Pressesprecherin Heike Spannagel vom Regierungspräsidium (RP) Freiburg jetzt vollständig repariert: „Die Risse auf der Rückseite der gebogenen Lärmschutzelemente hat das Bauunternehmen, das die Wand errichtet hat, im Rahmen der Gewährleistung in den vergangenen Wochen erfolgreich verpresst“, teilte sie am Ende September auf Nachfrage mit. Die Arbeiten sollen jetzt abgeschlossen sein.

Autofahrer müssen sich weiter gedulden

Doch es gibt ein weiteres Problem: „Einzelne Elemente der Wand weisen noch statische Defizite auf, das heißt, die Stahlbewehrung im Beton liegt nicht exakt an der rechnerisch richtigen Stelle“, erklärt Heike Spannagel. Die Autofahrer müssten sich daher noch gedulden. Die gute Nachricht: Auch dafür gibt es bereits eine Lösung. Die Baufirma habe ein Sanierungskonzept erarbeitet, und es wurde ein Gutachten erstellt. Der Plan lautet nun, an den betroffenen Stellen eine Verstärkung aus Carbon-Beton aufzubringen. „Für diese Arbeiten ist die Zustimmung des Bundesverkehrsministeriums erforderlich“, so die Sprecherin. Sanierungskonzept und Gutachten habe man eingereicht. Allerdings liege die Zustimmung des Ministeriums noch nicht vor. Selbst wenn es von dort zeitnah grünes Licht gibt, ist nicht mit einem baldigen Abschluss zu rechnen. Unabhängig von der Entscheidung des Ministeriums könnten die Arbeiten erst im Frühjahr oder Sommer ausgeführt werden. „Die weiteren Arbeiten sind witterungsabhängig“, erklärt Heike Spannagel. Die Wand sei trotz der statischen Mängel aber standsicher. Dennoch bleibe die Verkehrsregelung bis zum Ende der Arbeiten unverändert.