Auf 50 Stundenkilometer ist ein Teilstück der Bundesstraße 33 bei Mönchweiler reduziert. Foto: © Björn Wylezich – stock.adobe.com

Im Gemeinderat gab es einen positiven Statusbericht zum Lärmaktionsplan. Doch die Gemeinde Mönchweiler wünscht sich weitere Maßnahmen.

Ein positives Fazit ergab ein Statusbericht zum Lärmaktionsplan und den durchgeführten Maßnahmen. Auf der B 33 soll die 50er-Zone ausgeweitet werden, so der Wunsch der Gemeinde.

 

Die 30 Kilometer pro Stunde in der Hindenburgstraße seien sehr positiv, für Gemeinde und Bevölkerung ein Mehrwert, so Bürgermeister Rudolf Fluck.

Plan in wesentlichen Teilen umgesetzt

Laut Wolfgang Wahl von der Rapp AG konnte die Gemeinde den Lärmaktionsplan in wesentlichen Teilen umsetzen. Der Kampf habe auch für andere Kommunen im Landkreis etwas geändert. In Stufe drei des Lärmaktionsplans wurden die B  33 als Pflichtaufgabe, die L 181 freiwillig untersucht. Beschlossen worden war ganztägig Tempo 30 auf der Ortsdurchfahrt, Tempo 50 auf der Bundesstraße. Letzteres ist bisher aber nur auf 300 statt der geplanten 1200 Meter umgesetzt.

Lärmschutzwand sehr aufwendig

Eine Lärmschutzwand wäre eine schöne Sache, man habe aber nicht erwartet, dass diese umgesetzt werde, da es sich um ein aufwendiges Verfahren handle.

Der lärmmindernde Fahrbahnbelag auf beiden Straßen komme erst, wenn sowieso ein neuer Belag fällig ist. Das sei ob der Witterungsverhältnisse nicht einfach und auch nicht ganz optimal, werde den Lärm aber doch etwas mindern. Zu überprüfen und fortzuschreiben sei der Lärmaktionsplan alle fünf Jahre. Eine Veränderung der Berechnungsmethode ergebe nun höhere Werte als früher. Für Maßnahmen müsse eine durch Lärm verursachte Gefahrenlage bestehen, dabei gebe es verschiedene Grenzwerte.

Spätestens ab 70 Dezibel müsse man gut argumentieren, warum man etwas nicht machen wolle, allerdings müsse es auch eine gewisse Anzahl an Betroffenheiten geben.

Man befinde sich nun in Stufe vier. Dabei seien für die Ortsdurchfahrt keine zusätzlichen Maßnahmen geplant. Es sei auch wenig vorstellbar. Die Geschwindigkeit noch weiter herabzusetzen bringe nichts, unter 30 Stundenkilometer werde es nicht leiser. Für die B  33 zeigten sich im 70er-Bereich immer noch relativ hohe Betroffenheiten, 32 am Tag, 93 in der Nacht, 30 sogar mit einer Belastung über 60 Dezibel. Das seien Argumente, um die 50 Kilometer pro Stunde auf die ursprünglich geplanten 1200 Meter auszudehnen, was im vereinfachten Verfahren umgesetzt werden könne. Dabei seien über vier Wochen hinweg die Bevölkerung und Träger öffentlicher Belange anzuhören.

Forderung offenbar nicht weitergegeben

Wolfgang Eich nannte die Ausweitung wünschenswert, da vor der 50er-Zone gebremst, danach beschleunigt werde. Ralph Kaltenbach fragte nach den Argumenten für die bisherige Ablehnung durch die Straßenverkehrsbehörde. Laut Eich wurde die Forderung vom Landratsamt einfach nicht weitergegeben. Als Grund angegeben wurde laut Andreas Staiger, dass die Leute, die langsamer fahren müssten, stärker betroffen von einer Änderung seien als die Anwohner durch den Lärm. Auch er sprach sich für eine Ausweitung aus, bei 50 Stundenkilometer führen die Leute dann zumindest 60.

Die jetzige kurze Strecke mache keinen Sinn, pflichtete Fluck bei, da das Wohngebiet erst nach der Geschwindigkeitsreduzierung komme. Man werde die Verlängerung beim Landratsamt beantragen.

Der Gemeinderat beauftragte die Verwaltung mit der Durchführung der Offenlage, ohne die Festsetzung darüber hinausgehender Maßnahmen.