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Lärmende Nachbarn im Homeoffice Diese Möglichkeiten haben Arbeitnehmer

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Wer Lärmprobleme im Homeoffice hat, kann sich auch an seinen Arbeitgeber wenden. (Symbolfoto) Foto: lukasbieri / pixabay

Lärm war bereits vor der Corona-Pandemie Ärgernis Nummer eins in der Nachbarschaft. Derzeit verschärft die Ausweitung von Homeoffice das Streitthema. Welche Möglichkeiten Arbeitnehmer haben, sich Ruhe zu verschaffen, lesen Sie in unserem (SB+)-Artikel.

Baden-Württemberg - Nur weil ein Beschäftigter im Homeoffice arbeitet, steht ihm kein Mehr an Stille zu. Udo Casper vom Deutschen Mieterbund erklärt: "Sonderregelungen fürs Homeoffice gibt es nicht." Die Voraussetzung für konfliktfreies Wohnen (und Arbeiten) sei immer eine gegenseitige Rücksichtnahme, führt der baden-württembergische Landesgeschäftsführer aus. 

Was also tun, wenn die Nachbarn ihr trampelndes Fitness-Training absolvieren, während man selbst in Meetings feststeckt? "Solange es sich um die üblichen hinzunehmenden Lebensgeräusche zu üblichen Zeiten handelt, müssen sie hingenommen werden, auch wenn sie beim Arbeiten als störend empfunden werden", heißt es vom Mieterbund. Udo Casper empfiehlt, in solchen Fällen das Gespräch mit den Nachbarn zu suchen oder auf Hilfsmittel wie etwa Ohrstöpsel zurückzugreifen. Casper stellt aber auch klar: "Geht die Beeinträchtigung über das übliche, nicht mehr hinnehmbare Maß hinaus, kommen Unterlassungsansprüche gegen störende Nachbarn oder Mangelbeseitigungs- und Minderungsansprüche gegen den Vermieter in Betracht." 

Mietvertrag und Hausordnung sind entscheidend

Was als üblich gilt, ist dabei von Wohnung zu Wohnung und Haus zu Haus unterschiedlich. "Es kommt darauf an, was im Mietvertrag vereinbart wurde (Hausordnung) und wo die Wohnung liegt. So müssen zum Beispiel Anwohner an einer verkehrsreichen Straße den 'normalen' Verkehrslärm erdulden, den Bewohner einer Nebenstraße nicht erdulden müssen. Entscheidend sind immer die Zustände bei der Anmietung der Wohnung", so Casper. 

Wer Lärmprobleme im Homeoffice hat, kann sich indes auch an seinen Arbeitgeber wenden. Reiner Geis, Geschäftsführer von Verdi Südbaden, weist darauf hin, dass es bei der Angelegenheit auch um die Frage geht, unter welchen Arbeitsbedingungen Homeoffice generell zumutbar ist. Homeoffice sei keine Einbahnstraße, sagt er. Und führt aus: "Es muss möglich sein, an den Arbeitsplatz zurückzukehren." Geis empfiehlt Angestellten, mit ihren Unternehmen in den Dialog zu treten. "Wir wollen nicht, dass Menschen ins Homeoffice gezwungen werden", erklärt der Gewerkschafter. 

Kopfhörer können von Firma gefordert werden

Beschäftigte sollten im Homeoffice angemessene Rahmenbedingungen haben. Dazu gehöre beispielsweise ein "ordentlicher" Schreibtisch, ein Stuhl, eine Internetverbindung, zählt Geis auf. Bei Umgebungslärm könnte ein Betroffener demnach auch von seiner Firma Kopfhörer mit Geräuschunterdrückung fordern. 

Deshalb sei es wichtig, so der Verdi-Geschäftsführer, dass in Firmen Betriebsvereinbarungen getroffen würden, die die Rahmenbedingungen von Homeoffice regeln. Bilaterale Absprachen, also einzelne Abmachungen zwischen Betroffenen und Vorgesetzten, seien dagegen eher schlecht. "Wir sind nur für einen geregelten Homeoffice-Betrieb", betont der Gewerkschafter.

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