Die Initiative freute sich über große Fortschritte. Die Pläne schreiten voran. Die Bürgergemeinschaft Fischerbach verabschiedete zudem zwei Vorstände der ersten Stunde.
Der Verein Bürgergemeinschaft Fischerbach freute sich mit den gut 40 Mitgliedern über den Start des von der Bürgergemeinschaft initiierten Projektes „Länger leben in Fischerbach“. Über diese Initiative hinaus könne sich der kleine Verein aber nicht in das Projekt einbringen, so Vorstand Christine Aberle. Mit dem Bauunternehmen Orbau und der Winkelwaldklinik hätten sich aber zwei professionelle Partner gefunden, um die Wohnanlage für Betreutes Wohnen mit 20 Wohneinheiten zu stemmen.
Die Bürgergemeinschaft wird in dem Gebäude ein Büro beziehen. Mit dem Verkaufserlös für das Grundstück wird sich die Gemeinde Fischerbach mit dem Büro „einkaufen“, erklärte Bürgermeister Thomas Schneider. Darüber hinaus hofft die Bürgergemeinschaft, mit dem bei den Senioren beliebten „Bürgerstüble“ am ersten Mittwoch im Monat oder der Gruppe „Aktiv im Alter“, in den Gemeinschaftsraum der Wohnanlage umziehen zu können. Anders als im „Dach der Vereine“, wird die Gemeinde hier aber kein Hausrecht haben, die künftige Eigentümergemeinschaft muss dazu gehört werden.
Einsatzleiterin Krämer stellte die Bilanz der verschiedenen Tätigkeitsfelder vor. Die 36 Helfer kamen 2023 auf 3133 Arbeitsstunden an 17 Einsatzorten und damit auf 90 Stunden mehr als im Vorjahr. Stark nachgefragt waren neben den Hilfeleistungen im Haushalt, die mehr als 50 Prozent des Pensums umfassten, auch wieder schulnahe Dienstleistungen wie die Schülerbetreuung. Diese beinhalteten Nachmittagsbetreuung mit und ohne Mittagessen im nahen Gasthaus „Engel“, die Ferienbetreuung und die Nachhilfe für ukrainische Schüler.
Finanziell ist der Verein gut aufgestellt
In diesen Geschäftsfeldern wurde – wie auch in den Vorjahren – ein Gewinn erwirtschaftet. Auch nach Abzug der Kosten für die Leitungsfunktion, war der Gewinn so hoch, dass der Verein Gefahr lief, Steuern zahlen zu müssen. Als erste Maßnahme hatte der Verein daher beschlossen, das Angebot der Gruppe „Aktiv im Alter“ künftig kostenfrei zu stellen.
Als erster Erfolg konnte die Teilnehmerzahl von vier auf acht verdoppelt werden. Die vielen ehrenamtlichen Stunden von Kassiererin Dorothea Schmieder bleiben weiter unbezahlt, die Vereinssatzung wurde nur dahingehend angepasst, dass es der angestellten Leiterin möglich ist, Teil des erweiterten Vorstands zu sein.
Lob von Fischerbachs Bürgermeister
Bürgermeister Thomas Schneider nutzte seine Laudatio auf den Verein zunächst für einen Werbeblock für das neue „Rufauto“ und rühmte danach die „Luxussituation“, die das Engagement der Bürgergemeinschaft rund um die Grundschule für die Gemeinde geschaffen habe. Andere Gemeinden müssten sich Sorgen machen, wie der gesetzliche Anspruch auf die „verlässliche Grundschule“ und später auch die Nachmittagsbetreuung organisiert werden könne.
In Fischerbach habe die Bürgergemeinschaft diese Leistungen seit Jahren im Angebot. Der Satz „Was wäre Fischerbach ohne die Bürgergemeinschaft?“, sei eben gerade nicht einfach dahergesagt. Mit einem Zugewinn von mehr als 100 Mitgliedern in den letzten Jahren ist der Verein gut aufgestellt.
Mit dem Ehepaar Ursula und Siegfried Mair verabschiedete Aberle zwei Gründungsvorstände. Zusammen hätten sie wohl an die 1000 ehrenamtliche Arbeitsstunden im „Bürgerstüble“ geleistet.
Fischerbacher Vorrechte
Für das Projekt wird der Bauträger etwa drei Monate für die Erstellung des Bauantrags brauchen, weitere drei Monate müssen bis zur Genehmigung einkalkuliert werden. Mit Erteilung dieser besteht für Fischerbacher Bürger ein dreimonatiges Vorverkaufsrecht. Für die 20 Eigentumswohnungen können sich Kauf- und Mietinteressenten jetzt schon bei der Verwaltung registrieren lassen, so Bürgermeister Schneider.