In der ersten Hauptrunde der CTS Ladies Open in Hechingen bleiben die großen Überraschungen aus. Die Top-Vier der Setzliste zieht mit Erfolgen in die nächste Runde ein.
Großen Einfluss auf das Tagesgeschehen bei den Ladies Open hatte auch am Mittwoch wieder der Regen. Erst gegen 13.30 Uhr konnte mit den Spielen gestartet werden, etwas mehr als eine Stunde später war schon wieder „Feierabend“ angesagt.
Die Spielerinnen machten es sich im Zelt und der Gastronomie gemütlich. Manche nutzten die Unterbrechung für Karten- und Würfelspiele, andere hatten sich Kopfhörer aufgesetzt und auch das Smartphone war ein beliebter Zeitvertreib. Nach neunzigminütiger Pause ging es dann auch weiter.
Weiter im Plan
Turnierdirektor Andreas Fechter ordnete gegenüber unserer Redaktion ein: „Das Gute ist, dass wir am Dienstag trotz ganz schlechtem Wetter die Qualifikation durchgebracht haben. Wir hinken zwar etwas hinter dem Plan, aber nicht so, dass wir uns Sorgen machen.“ Ärgerlich sei die Situation hingegen für die Zuschauer und Helfer: „Am Dienstag haben wir sechs Mal die Plätze gerichtet und dann hat es immer wieder geregnet. Das Wetter soll ja die ganze Woche so bleiben, da brauchen wir uns keine Hoffnung machen. Es ist ein Mehraufwand für alle.“
Gespielt wurde daher auch am Mittwoch auf sechs anstelle von vier Plätzen. „Wir haben zum Glück sechs Schiedsrichter hier, daher funktioniert das“, so Fechter. Er sah in der Qualifikation viele enge und gutklassige Partien. Und außerdem weiß er: „Für die Spielerinnen sind es natürlich auch schwierige Bedingungen. Sie können sich morgens oft nicht einspielen, weil die Trainingsplätze unter Wasser stehen. Daher wird das Aufwärmen auf dem Platz auch auf zehn Minuten verlängert.“
Favoriten siegen
Keine Blößen gaben sich die Topgesetzten bei ihren ersten Auftritten. Die Nummer eins der Setzliste, die Argentinierin Marie Lourdes Carle, hatte mit der Ladies-Open-Siegerin von 2016, der Slowenin Dalila Jakupovic, nur im ersten Satz etwas Mühe, den die Topgesetzte im Tie-Break gewann. Im zweiten Satz gelang Jakupovic kein Spielgewinn mehr, und so reüssierte Carle mit 7:6 und 6:0 und zog in die zweite Runde. Ihr nach machte es die Nummer zwei des Turniers, die Österreicherin Julia Grabher. Die 29 Jährige tat sich zu Beginn des ersten Satzes schwer und lag gegen die Tschechin Julie Pastikova mit 1:3 hinten, schaffte dann aber das Re-Break zum 2:3 und entschied die folgenden Spiele zum 6:3-Satzgewinn für sich. Ausgeglichen verlief der zweite Satz bis zum 4:3 für Grabher, die danach Pastikova den Aufschlag zum 5:3 abnahm und mit eigenem Service das Match zumachte.
Endstation war dagegen die erste Runde für gleich mehrere deutsche Spielerinnen. Antonia Schmidt musste gegen die Tschechin Tereza Martincova ebenso die Segel streichen, wie Victoria Pohle gegen die Kroatin Lea Boskovic und Lola Giza gegen die Slowakin Renata Jamrichkova. Schluss war auch Josy Daems, die der Koreanerin Soyub Park unterlag und Noha Noma Akugue, die in drei Sätzen gegen die Belgierin Hanne Vandewinkel verlor.
Weiter für Furore sorgt Tessa Johann Brockmann, die nicht nur in der Qualifikation ihre beiden Spiele gewann, sondern in Runde eins auch die Mexikanerin Ana Sofia Sanchez ausschaltete. In Runde zwei stehen Julia Stusek, die Lina Gjorcheska bezwang, und Eva Bennemann.