Freude nach dem Sieg: Noma Noha Akugue hat die erste Runde der Ladies Open überstanden. Foto: Kara

Noma Noha Akugue schlägt die starke Qualifikantin Alevtina Ibragimova. Turnierdirektor Thomas Bürkle lobt den Auftritt der 20-jährigen Deutschen.

Tennisspiele werden manchmal in kleinen Momenten entschieden. Nicht selten kann ein einziger Punkt zur Wende in einer Partie führen oder diese in eine bestimmte Richtung lenken. So auch im Erstrundenmatch zwischen Noma Noha Akugue und Alevtina Ibragimova.

 

Die Zuschauer auf dem Centre-Court erlebten im ersten Durchgang ein Break-Festival. Beim Stand von 4:4 hatte noch keine Spielerin ihren Aufschlag durchgebracht. Dann stand es bei Aufschlag von Noha Akugue wieder 0:30 und die russische Qualifikation hätte sich mit einem simplen Volley weitere Breakchancen erspielen können. Stattdessen schlug sie den Ball ins Netz, verlor das Spiel noch und gab anschließend ihren Aufschlag ab – weg war der erste Satz.

Umkämpfte Partie

Auch im zweiten Durchgang musste Noha Akugue mächtig kämpfen. Ibragimova, die in der Qualifikation unter anderem die Hechingerin Gwendolyn Fedel geschlagen hatte, präsentierte sich sehr laufstark und präzise bei ihren Schlägen. Es gab wiederum einige Breaks und die Russin servierte beim Stand von 5:4 zum Satzgewinn. Die Deutsche bewies aber Nervenstärke und sicherte sich den Durchgang noch mit 7:5. Die Linkshänderin entwickelte oft enormen Druck mit ihren Grundlinienschlägen.

Im vergangenen Jahr war sie sensationell ins Finale des Turniers in Hamburg (eingeordnet mit 250.000 Euro Preisgeld) eingezogen. Es entwickelte sich schnell ein Hype um das Top-Talent. Was aber folgten, waren zunächst keine weiteren Erfolge, sondern satte zwölf Erstrundenniederlagen in Folge. In der Weltrangliste ist sie momentan auf 201 platziert.

Lob von Thomas Bürkle

Turnierdirektor Thomas Bürkle fasste ihren Auftritt am Mittwoch wie folgt zusammen: „Sie hat gut gespielt, es war auch insgesamt ein wirklich gutes Match. Sie hat es am Ende ruhig zu Ende gespielt. Sie steht ja gerade etwas unter Druck, nachdem die Punkte von Hamburg rausgehen. Von der Seite her, muss man das umso höher bewerten.“

Nach dem Aus von Brenda Fruhvirtova ist die Ungarin Anna Bondar nun Bürkles Top-Favoritin: „Sie spielt wunderschönes Tennis heute. Trotzdem ist der Ball rund und es kann noch viel passieren.“ Er sieht auch die deutschen Teilnehmerinnen um Noha Akugue nicht chancenlos und sagt: „Mara Guth und Emily Seibold sind noch dabei, genau so Julia Middendorf. Es ist noch einiges mit deutscher Beteiligung möglich.“