Die 18-jährige Dresdnerin ist eine der deutschen Überraschungen in der Qualifikation. Das Hechinger Damenweltranglistenturnier nimmt trotz einiger Wetterkapriolen an Fahrt auf.
Tag zwei bei den Ladies Open hatte mit einer längeren Regenphase um die Mittagszeit zu kämpfen. Auf allen Plätzen stand das Wasser. Dadurch kam es zu der ein oder anderen Verzögerung.
Aus deutscher Sicht mussten sich in der ersten Qualirunde bereits sieben Spielerinnen verabschieden, darunter auch Marie Vogt, die in der Rangliste auf Platz 536 rangiert.
Die Südhessin Fabienne Gettwart kämpfte in Runde zwei der Qualifikation gegen die Tschechin Tereza Martincova um den Einzug in die Hauptrunde des mit 60.000 Dollar dotierten Turniers. Die 29-Jährige stemmte sich gegen die Niederlage, musste aber mit 3:6 und 1:6 doch recht deutlich das Feld räumen.
Ein Auge auf Lola Giza
Besser machte es neben an auf dem Center Court die 18-jährige Lola Giza. In Runde eins hatte das deutsche Tennistalent, das auch schon bei anderen Turnieren zum Favoritenschreck avancierte, sich gegen die höher eingeschätzte Inderin Riya Bhatia klar mit 6:3 und 6:1 in zwei Sätzen durchgesetzt. Und auch ihre Gegnerin in Runde zwei der Qualifikation Martina Okalova aus der Slowakei rieb sich nach einem 0:4-Zwischenstand im ersten Satz die Augen. Okalova kam zwar auf 3:5 heran, doch der Satz ging mit 6:3 an die Dresdnerin, Im zweiten Satz ging es in jedem Ballwechsel äußerst eng zu. Lola Giza hatte aber meist das Quäntchen Glück auf ihrer Seite. Nach einem intensiven zweiten Satz, der auch bei den Zuschauern für Begeisterung gesorgt hatte, stand erneut ein 6:3 zu für Lola Giza zu Buche.
Die Ruhe bewahrt
Die 18-Jährige sagte direkt im Anschluss an die Partie: „Ich bin einfach konzentriert und ruhig geblieben, auch wenn es mal nicht so lief. Ich habe versucht jeden Punkt neu anzufangen, Punkt für Punkt zu spielen, einfach Tennis zu spielen und mein Ding zu machen.“
Für die 18-Jährige ist es die Premiere bei den Ladies Open, gerne würde sie auch im Hauptfeld noch etwas auf sich aufmerksam machen.
Auch die ersten Doppel wurden gespielt
Lola Giza ist auf jeden Fall auch noch in der Doppelkonkurrenz zu sehen. Mit ihrer Partnerin Isabella Shinikova stand sie am frühen Abend den Lokalmatadorinnen Alessa und Delia Maier gegenüber.
Victoria Pohle im Blickfeld
„Neben der Atmosphäre macht das Hechinger Turnier aus, dass alle hier mithelfen. Jedes Jahr sind die Ladies Open gut besucht. Auf das Wetter hat man leider keinen Einfluss. Da kann man nichts machen“, sagt Christina Singer vom Württembergischen Tennisbund (WTB). „Ich bin mit Victoria Pohle hier, die eine Wild Card des Verbandes bekommen hat. Sie spielt Hauptfeld und sie habe ich hauptsächlich im Blick.“ Auf die Frage, wie weit es für den 18-jährigen deutschen Shootingstar des TEC Waldau gehen könnte, sagt Singer: „Ich hoffe, so weit, wie möglich, und ich hoffe, sie spielt gut.“
Am späteren Nachmittag griff dann mit der Österreicherin Sinja Kraus – an drei gesetzt – eine der Topspielerinnen der Ladies Open ins Geschehen ein. Sie traf auf die Japanerin Sara Saito.