Die Tschechin Michaela Bayerlova und die Georgierin Sofia Shapatava gewinnen das Doppelfinale der boso Ladies Open in Hechingen gegen die deutsche Paarung Anna Gabric und Mia Mack mit 6:2, 5:7, 10:6.
„Als ich vor 25 Jahren mit Gerhard Frommer mit den Ladies Open angefangen habe, da haben wir davon geträumt, dass bei einem Doppelfinale die Tribüne so voll ist wie heute“, würdigte Turnierdirektor Thomas Bürkle die vielen Zuschauer, die zum Doppel-Finale gekommen waren.
Und die Tennisfans mussten ihr Kommen nicht bereuen. Denn die vier Protagonistinnen boten klasse Tennis. Shapatava und Bayerlova fanden zunächst besser ins Spiel, nahmen Gabric den Aufschlag ab und führten im ersten Satz mit 3:0, ehe Mack bei ihrem Service der erste Spielgewinn zum 1:3 gelang. Im Anschluss erhöhte Shapatava mit ihrem Aufschlag auf 4:1; Gabric verkürzte auf 2:4, aber Bayerlova erhöhte auf 5:2, da sich die beiden Deutschen zu viele leichte Fehler leisteten. Und als nach einem hart umkämpften Aufschlagspiel Mack ihren Service abgeben musste, hieß es nach 30 Minuten 6:2 für die tschechisch-georgische Paarung.
Das Spiel kippt noch
Der Beginn des zweiten Satzes verlief ausgeglichen; Shapatava und Gabric brachten ihre Aufschlagspiele durch. Dann besorgte Bayerlova das 2:1, ehe dann Mia Mack zum zweiten Mal ihr Service zum 1:3 abgeben musste. Als erneut Shapatava auf 4:1 erhöhte schien das Spiel ein schnelles Ende zu nehmen.
Aber die beiden Deutschen zeigten wie schon in den Spiel zuvor ihr Kämpferherz: Gabric verkürzte per Aufschlag auf 2:4; dann nahm das deutsche Duo Bayerlova den Aufschlag zum 3:4 ab. Und als Bayerlova den Ball bei Aufschlag Mack ins Aus schmetterte, stand es 4:4. Shapatava und Gabric sorgten für das 5:5. Dann gelang den Deutschen erneut ein Break, und schließlich hieß es bei Aufschlag Mack Satzball, den die 19-Jährige zum 7:5 verwandelte. So musste der Match Tiebreak entscheiden, in dem die Zuschauer viele umkämpfte und spannende Ballwechsel geboten bekamen. Bayerlova/Shapatava führten mit 5:2 und bauten ihren Vorsprung auf 7:4 aus un hatten nach 1 Stunde und 45 Minuten Matchball, den sie zum 10:6 nutzten.
Alle zufrieden
„Für das, dass Anna zuerst gar kein Doppel spielen wollte, sind wir weit gekommen. Für nicht spielen wollen zum Finale ist etwas Besonderes“, war Mack bei der Siegerehrung zufrieden. „Aber wir hatten zusammen viel Spaß; das war entscheidendend, dass wir soweit gekommen sind.“
Auch Siegerin Bayerlova war voll des Lobes für die Organisatoren und das Publikum. „Das ist einfach eine super Atmosphäre hier“, sagte die 25-Jährige, die sich bei ihrer Partnerin bedankte für die kurzfristige Zusage.