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Ladies Open Die 23. Auflage kommt – ob 2020 oder 2021

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2019: Turnierboss Gerhard Frommer mit Finalistin Olga Danilovic (links) und Ladies-Open-Siegerin Barbara Haas. Foto: Kara

Barbara Haas spielte ein klasse Finale. Die Österreicherin schlug Olga Danilovic aus Serbien glatt mit 6:1 und 6:2 und gewann damit die 22. Boso-Ladies-Open. Ob die 24-Jährige ihren Titel beim 60 000-Dollar-Turnier des TC Hechingen in diesem Jahr verteidigen kann, steht noch in den Sternen. Denn die Corona-Krise gefährdet die 23. Auflage des Damen-Weltranglistenturniers im Hechinger Weiher, die vom 3. bis zum 9. August auf der Anlage im Weiher stattfinden soll.

Bis zum 7. Juni haben die Profi-Vereinigungen ATP und die WTA sowie der Weltverband ITF sämtliche internationalen Turniere und somit nahezu die komplette Sandplatzsaison ausgesetzt. Wie es danach weiter geht, ist noch unklar. Und bewegen sind auch die Macher der Boso-Ladies-Open im Ungewissen.

"Wir retten, was zu retten ist. Was die Planung des Turniers angeht, wird es nun immer kostenintensiver", sagt Gerhard Frommer, Sportwart des TC Hechingen und Turnierchef der Boso-Ladies-Open. An die ITF flossen etwa, um Teil der Tour zu sein, bereits 7 000 US-Dollar an Gebühren. Doch vorzeitig auf die Bremse drücken kommt für Frommer nicht in Frage. "Ich muss es durchplanen. Denn wenn wir das Turnier absagen, fliegen wir aus dem Turnierkalender raus. Wir ziehen das Turnier aber nur dann durch, wenn es für alle Beteiligten keine Risiken mehr oder keine Auflagen wie die Begrenzung der Zuschauerkapazität gibt. Ich glaube aber, dass es vor Oktober nichts mit dem Tennisspielen wird. Momentan wird immer alles weiter nach hinten geschoben. Ich erwarte von den Verbänden, dass sie nicht leichtfertig entscheiden und eine klare, weit gefasste Deadline setzen", so Frommer. Und zu diesen Verbänden zählt er auch den Württembergischen Tennisbund (WTB). "Es wäre einfach gut, wenn jetzt eine Entscheidung fallen würde, die Verbandsrunde abzusagen. So könnten die Vereine Geld einsparen."

Um eine 23. Auflage des Turniers macht sich der TCH-Sportwart trotzdem keine Sorgen. Die rund 20 Haupt- und Co-Sponsoren bleiben allesamt an Bord. Und Frommer hat sich mit ihnen angesichts der Corona-Lage früh auf eine besondere Form des Sponsorings verständigt. "Ich habe alle angeschrieben und eine 50:50-Regelung vorgeschlagen, die großen Anklang gefunden hat. Wir bekommen jetzt 50 Prozent, und wenn das Turnier in diesem Jahr stattfindet, die anderen 50 Prozent des Budgets. Wird erst 2021 gespielt, bekommen wir dann die zweite Hälfte. Damit würden wir mit einem blauen Auge davon kommen. Vielleicht ist ein solches Modell auch für andere Vereine sinnvoll", sagt Frommer.

Zwar sind aufgrund einer Verordnung des Landes Baden-Württemberg derzeit sämtliche Sportanlagen gesperrt, die Zeit ohne Trainings- und Spielbetrieb nutzt der TC Hechingen jedoch, um die Anlage flott zu machen. Stückchen für Stückchen, im "Einzel-Schichtbetrieb". Von der Qualität der Spielfelder wird es im Hechinger Weiher also mit Sicherheit nicht ankommen, wenn es um die Frage geht, ob Barbara Haas ihren Titel in diesem Jahr verteidigen kann.

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