Zahlreiche E-Ladesäulen verteilen sich über den gesamten Zollernalbkreis. Wir haben genauer hingeschaut. Wo ist das Netz dicht, wo gibt es Lücken?
Die sogenannte Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur macht es sich zur Aufgabe, den Ausbau der Ladeinfrastruktur flächendeckend und bedarfsgerecht auszubauen. Für den Zollernalbkreis lässt sich sagen, dass es weitgehend ausreichend Ladepunkte gibt, an manchen Stellen gibt es aber noch Bedarf.
Die Leitstelle arbeitet im Auftrag des Verkehrsministerium und stellt der Öffentlichkeit auf ihrer Homepage eine Karte zur Verfügung, auf der Autofahrer genau schauen können, wo in ihrer Nähe sie ihr E-Auto laden können. Zudem unterscheiden die Experten die verschiedenen Arten der Ladesäulen.
Einige HPC-Ladestationen im Kreis
So können Kunden im Zollernalbkreis vereinzelt schon an sogenannten HPC-Ladestationen (High Power Charging) „tanken“. Diese können durch ihre hohe Leistung Elektro-Fahrzeuge in sehr kurzer Zeit aufladen.
Laut der interaktiven Karte ist das im Kreis unter anderem möglich in Balingen am Freibad und im Industriegebiet bei den Stadtwerken sowie in Frommern. In Albstadt-Lautlingen in der Ebingertalstraße stehen sogar zehn Ladepunkte mit dieser Technik zur Verfügung. Weitere HPC-Standorte gibt es in Ebingen, Truchtelfingen und Burladingen.
Insgesamt können Autofahrer im Zollernalbkreis aber noch an vielen anderen Standorten ihre Fahrzeuge laden – aber eben nicht mithilfe der HPC-Technik. Die weiteren Ladepunkte sind ebenfalls auf der Karte abgebildet.
Rund 30 Ladesäulen in Albstadt
Die Stadt Hechingen verfügt insgesamt über acht Standorte, die 24 Ladepunkte bieten. In der Balinger Innenstadt verteilt sind insgesamt elf Säulen mit rund 30 Steckern. Dazu kommen noch mehrere Ladestationen im Industriegebiet Gehrn – nicht selten mit knapp zehn Ladepunkten. Die Ortsteile Engstlatt, Frommern, Weilstetten und Ostdorf verfügen ebenfalls über E-Ladesäulen.
Rund 30 Ladesäulen, häufig mit mehreren Ansteckmöglichkeiten, weist die Stadt Albstadt auf. Zehn HPC-Stecker sind es allein im Stadtteil Lautlingen. Weitere Möglichkeiten bestehen unter anderem in Straßberg, Winterlingen, Meßstetten und Bitz.
Haigerloch, Rangendingen, Jungingen, Rosenfeld, Bisingen und Geislingen sind ebenfalls gut verdrahtet und bieten Ladestandorte. Auf der Oberen Alb in Melchingen besteht auch die Möglichkeit, Strom zu tanken.
Erhöhter Bedarf in Balingen und Albstadt-Ebingen
Vergleichsweise gut ausgestattet sind bei einem Blick auf die Karte die Ortschaften Tieringen und Obernheim, die gleich mehrere Punkte haben. Lichter wird die Karte beim Blick ins Schlichemtal: Zwar findet man in Schömberg und Dotternhausen jeweils eine Ladesäule mit zwei Steckern, ansonsten sucht man in dieser Gegend aber vergeblich nach „Zapfsäulen“.
Der von der Leitstelle Ladeinfrastruktur errechnete Bedarf ist dennoch weitreichend gedeckt im Schlichemtal. Einen erhöhten Bedarf sehen die Experten hingegen in Teilen der Balinger Kernstadt sowie in Albstadt-Ebingen. Im Großen und Ganzen sieht der Zollernalbkreis aber gut aufgestellt aus.