Rottweiler Kyudoka beim Training in Corona-Zeiten. Ohne Abstandhalten und Mund- und Nasenschutz geht es auch hier nicht. Foto: Marion Moritz

Bogenschießen: Es regt sich was im "Dojo" beim Budo Zentrum Rottweil. 

Es regt sich wieder was im Dojo, der Trainingshalle des Budo Zentrum Rottweil im Neckartal. Das große, zwölf Meter breite Falttor ist geöffnet und gibt den Blick frei über eine akkurat gemähte Grasfläche hinüber zu der in 28 Metern Entfernung liegenden Sandaufschüttung.

Dort sind die Zielscheiben, Mato genannt, mit Bambusstäben festgesteckt. Im hell erleuchteten Dojo spannen die Kyudoka ihre langen Bögen auf. Pfeile werden in den Pfeilständern platziert. Alles geschieht sehr leise, alle sind auf ihre Aufgaben fixiert und alle haben die jetzt geltenden Corona-Vorschriften im Kopf. Abstandhalten, Mund-/Nasenschutz tragen, das sind die Basics unter denen das Training wieder aufgenommen wird.

Aber im japanischen Bogenschießen sind die Vorgaben leicht zu erfüllen.

Kyudo ist aus der Natur der Sache kontaktlos

Kyudo ist aus der Natur der Sache schon kontaktlos. Die Schützen bewegen sich ruhig, stehen an der Shai, der Abschusslinie ruhig und fokussiert und ihre Pfeile fliegen zu den Zielscheiben. In der Zeit der Pandemie haben sie, obwohl zu normalen Zeiten bereits 1,80m zwischen zwei Schützen liegen, den Abstand noch vergrößert. Es wird nur jede zweite Scheibe beschossen und so ist die Distanz von Kyudoka zu Kyudoka auf satte 3,60m angewachsen.

Die Freude über die Wiederaufnahme des Trainings würde man den Kyudoka des Budo Zentrum normalerweise im Gesicht ansehen, wenn da nicht die Maskenpflicht wäre. Wer mehr erfahren möchte schreibt einfach eine Mail an kyudo@budo-zentrum.de.

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