Drei Beiträge haben beim Kurzfilmwettbewerb für Kinder und Jugendliche des Kommunalen Kinos Kandern am besten abgeschnitten.
Das Motto „Licht“ könne kaum inspirierender sein, waren die Veranstalter vom Verein „Kommunales Kino Kandern“ überzeugt. Folglich bot sich bei der Präsentation der Kurzfilme anlässlich der Preisverleihung im nahezu voll besetzten Kino eine facettenreiche Bandbreite.
Mit Humor und filmerischem Einfallsreichtum warteten die sieben Werke der Schüler auf. Sie griffen auf reale Drehorte zurück, bedienten sich gestalterischer Farbkunst oder banden technische Darstellung ein. Inhaltlich ging es um den Alltag von Kindern und Jugendlichen sowie um Handlungen, die der Fantasie entsprungen sind. Außerdem verdeutlichten sich reife Gedankengänge, die etwa der Welt jenseits des Lichts – den Schattenseiten – galten.
Linus Schellhammer, einer der drei Preisträger, trat im Film nicht selbst auf, sondern band drei Protagonisten ein. Sein Kurzfilm namens „Herr Orekhovsky“ zeigt das zweigeteilte Leben eines einsamen Mannes. Schwarz-weiß Aufnahmen stehen für düstere Momente, farbige für die Jahre, als sein Leben besser war. Immer wieder bleibt die Kamera an der funkelnden Lampe hängen, die in zig Rückblenden symbolhaft in die leuchtende Vergangenheit führt.
Laut Jury beeindruckt dieser Film mit eindrucksvoller surrealistischer Atmosphäre. Der Schnitt sei außergewöhnlich gelungen, die Sequenzen sorgfältig komponiert. 250 Euro gab es für die Kategorie „Bester Schnitt“.
Der Kurzfilm der Müllheimer Klasse 9a dreht sich um „Lumina – Licht und Physik“. Zu sehen sind einerseits Reflexe, Spiegelungen, Krümmungen, Lenkung, symmetrische Muster und derlei mehr, andererseits reale Szenen, etwa bei Dunkelheit. Zwischendrin informiert das Off: „Licht verschwindet nicht“ oder „Manchmal kann unser Auge es nicht sehen“. Die Idee, das Motto ins rechte Licht zu rücken, wurde als „Beste Dokumentation“ gewertet. Die Physikklasse darf einen ganzen Tag im Kino verbringen.
Perspektive eines Blinden
„Lichtlos“ nannten die Preisträger und Hauptdarsteller Jakob Vogel und Lennart Imhof ihren Beitrag, der ebenfalls mit 250 Euro dotiert war. Er beginnt harmlos, führt in die Natur, zeigt zwei Freunde mit den Rädern. Alles verläuft normal, bis ein Sturz zur Erblindung führt. Sätze von gestern wie „Hol dir ein Wasser“ oder „Geh nach Hause“ gelten nicht mehr. Die Jury lobte das „Beste Drehbuch“ aufgrund starker Spannungsbogen. Erzählt aus der Perspektive eines Blinden, nutze der Film mutig die Dunkelheit als erzählerisches Mittel. Es sei ein kritischer inklusiver und erzählerisch auffallender Beitrag.
Die weiteren Prämierungen: Als „Bester Animationsfilm“ schnitt der Beitrag des Leistungskurses Kunst am Weiler Kant-Gymnasium ab. Hinter dem Filmtitel „Beginne“ steht die Frage: Wie kam das Licht in die Welt? Die Jury befand, „Antworten der antiken, christlichen und chinesischen Mythologie, der Wissenschaft und individuell malerische werden aufgeführt“. Mit der „Besten Filmmusik“ – selbst komponiert – konnte der Film der August-Macke-Schule Kandern punkten. Der Filmtitel führt in „Eine etwas andere Welt“. Licht sei mehr als bloße Helligkeit. Als Quelle des Lebens in Symbiose mit dem Agieren der Menschen bietet sich eine düstere Geschichte von Schuld, Freundschaft und Verlust. Die AG produzierte einen mystischen Thriller zwischen Gut und Böse.
Kinokarten für alle
Als „Beste Komödie“ wurde „Nachts im Mondlicht“ gekürt. Eine Villa am Meer sorgt für Urlaubsflair. Doch der Spaß hält nicht lange. Luna lebt mit einem Schatten, einem Fluch, den die Freunde brechen. Die „Beste Genreumsetzung“ reichte die Film-AG des Weiler Kant-Gymnasiums ein. Der Titel „Unknown“ folgt einer Schulklasse am Wandertag. Im verschatteten Wald wartet indes das Grauen. Die Magie des Lichts tritt als Retter auf.
Mit Kinokarten bedankte sich die Vorsitzende Judita Kovac bei allen Teilnehmern.