Der Regenbogenchor bezauberte mit dem Musical „Petrus der Apostel“, Solosängern und den kleinen tanzenden Flämmchen. Foto: Silvia Lorek

Der Regenbogenchor Pfalzgrafenweiler bezauberte, musikalisch begleitet von einer Liveband, mit dem Musical „Petrus der Apostel“ im Kurtheater.

Volles Haus im Freudenstädter Kurtheater. Auch der allerletzte Platz im Saal war belegt – so groß war der Ansturm auf das Musical „Petrus der Apostel“ des Regenbogenchors Pfalzgrafenweiler und Liveband, unter der Leitung von Andreas Hauser.

 

Im 39. Jahr des Regenbogenchores wurde das Adonia-Teens Musical an drei Spielstätten, in Pfalzgrafenweiler, Freudenstadt und Altensteig aufgeführt. In diesem Jahr waren rund 60 Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 19 Jahren gekommen, die die biblische Geschichte auf die Bühne brachten.

Das Musical „Petrus der Apostel“ zeigte sämtliche Facetten der frühen Christenheit mit Ängsten, Verfolgung, Wundern und Hoffnung. Die seit Mai mehrmals in der Woche stattfinden Proben, wie Chorleiter Hauser im Gespräch erläuterte, hatten sich gelohnt.

Musikalische Begleitung durch Liveband

Die Aufführenden und Solisten bezauberten das Publikum sowohl gesanglich als auch durch ihr Schauspieltalent. Begleitet wurden sie durch die Liveband mit: Christoph Magath (Bass), David Bem (Saxophon), Gunther Neumar (Schlagzeug), Tamara Hagen (Klavier) und Johnny Bauer (Gitarre).

Dem Musical liegt die biblische Geschichte aus dem Neuen Testament zugrunde. In diesem erwählt Jesus den Fischer Simon Petrus, einen einfachen und doch ganz besonderen Mann als Apostel aus.

Zweifel, Trauer und Hoffnung

„Kann der Himmel nicht noch warten?“, sang der junge Chor eindrucksvoll und brachte die Trauer über den Tod von Jesus Christus, der in den Himmel aufgefahren ist, zu Beginn des Musicals zum Ausdruck. Auch im Freundeskreis sprechen sie darüber, sind traurig und hoffen auf die Auferstehung und Wiederkehr von Jesus.

Als Petrus (Maximilian Grosser) einen Stein von Jesus (Tamara Junt) überreicht bekommt, der zeigt, dass er der Fels sein soll, auf den er baut, ist er mehr als überrascht und hat seine Zweifel, ob er es kann. Seine Frau Jeruscha (Laura Gerter) singt solistisch mit dem Chor „Ich fühl mich einsam, wie ein gebrochenes Gefäß“.

Sie muss den emotionalen Petrus immer mal wieder trösten, mit lustig wirkenden Atemübungen beruhigen oder in seiner neuen Aufgabe die „gute Nachricht – das Evangelium“ zu verkünden, bestärken. Mit dem Lied „Wie ein Feuer“ verbreitet sich die gute Nachricht über den heiligen Geist, zauberhaft durch die kleinen tanzenden Flämmchen in Szene gesetzt.

Glaube und Musik treffen mitten ins Herz

Ob die Leute Jesu Tod und Auferstehung glauben können? Petrus kann die Zweifler überzeugen und viele lassen sich taufen. Wunder geschehen: ein Gelähmter (Johanna Ziefle) kann wieder laufen und die mildtätige Tote Tabita lebt wieder. Petrus wird zweimal verhaftet, steht vor Gericht und kommt wieder frei, bevor er weiterzieht nach Rom. Denn „die ganze Welt soll die gute Nachricht hören“.

Für das Musical, das mitten ins Herz traf, erntete der Regenbogenchor mit Chorleiter Andreas Hauser und Liveband großen Applaus.