Der Kurpark ist eines der Aushängeschilder von Schömberg. Er soll gepflegt aussehen. Doch nicht nur deswegen stehen derzeit dort einige Arbeiten an.
Wer in diesen Tagen durch den Kurpark von Schömberg geht, dem fallen sie auf: Es sind gerade einige Arbeiten im Gange.
Das betrifft unter anderem die Terrassen-Zugänge des Kurhauses. Sie haben Stolperfallen, die aufgrund von Baumwurzeln und Frosteinwirkung entstanden sind, informierte Stefanie Stocker, Pressesprecherin der Gemeinde Schömberg, auf Nachfrage unserer Redaktion.
Gemeinde ersetzt Betonplatten durch Asphaltflächen
„Ein Baumbeet muss wegen Verdrückungen durch Baumwurzeln beseitigt werden“, sagte Stocker. Die Grünfläche im Bereich der kleinen Brunnenanlage soll größer werden, fügte sie hinzu.
Um die Barrierefreiheit zu verbessern, werden Betonplatten durch Asphalt ersetzt. Dadurch wird das Kurhaus besonders für Rollstuhlfahrer und Eltern mit Kinderwagen besser zugänglich.
„Im Zuge der Arbeiten wird ein Kanalanschluss für Veranstaltungen im Kurpark hergestellt“, teilte Stocker mit.
Das Bauhof-Team der Gemeinde verlege sukzessive die übrigen Plattenbeläge der Kurhausterrasse im Herbst 2026 und im Frühjahr 2027 neu, erklärte Stocker.
Der genaue Zeitpunkt dieser Arbeiten hänge vom Wetter ab, fügte die Gemeindesprecherin hinzu. Die Barrierefreiheit war im Heilklimatischen Kurort Schömberg immer wieder ein Thema. So ist der im Juni 2021 eingeweihte rund 55 Meter hohe Aussichtsturm Himmelsglück barrierefrei. Er hat einen Aufzug.
An Stationen des Erlebnispfades „Schömberg mit allen Sinnen“, initiiert von Unternehmerin Ursula Bertsch und Yvonne Alvarez von der Stiftung Lebenshilfe Pforzheim und Enzkreis, stellte der Schömberger Bauhof ungewöhnliche Bänke auf.
Bänke mit Freiraum in der Mitte
Das Besondere an diesen Bänken ist, dass sie in der Mitte der Sitzfläche einen Freiraum haben. Dort können Rollstuhlfahrer oder Menschen mit Rollator hineinfahren. Sie seien damit mittendrin im Geschehen, so Gemeindesprecherin Stocker: „Dadurch wird das Gefühl der Zugehörigkeit gestärkt und trägt zum emotionalen Wohlbefinden bei.“
Darüber hinaus können Rollstuhlfahrer die meisten Kugelbahnen des Erlebnispfades „Schömberg mit allen Sinnen“ rund um den Turm nutzen, wie Martin Wurster begeistert anmerkt.
Er ist selbst Rollstuhlfahrer und Vorsitzender des Vereins „Menschen helfen Menschen“. Dieser hat ein breites Beratungsangebot vom Digitaltreff über die Nachbarschaftshilfe bis zum Mitgliedermobil.