Patrick Willmann (Bereichsleitung Kurgärtnerei), Klaus Lang (Referent für kurörtliche Entwicklung), Markus Spettel (Geschäftsführer Kur und Bäder GmbH), Michael Hauser (Bad Dürrheim), Sarah Hildebrand (Referentin für Nachhaltigkeit) beim Start der Messaktion in der Stadt. Foto: Kur und Bäder

Bad Dürrheim ist als Soleheilbad, Heilklimatischer Kurort und Kneippkurort als einziger Kurort in Baden-Württemberg dreifach prädikatisiert. Für den Erhalt muss sich der Ort einer regelmäßigen Prüfung der Luftqualität unterziehen.

Für den Erhalt seiner Prädikate muss sich der Ort einer regelmäßigen Prüfung der Luftqualität unterziehen bei der die lufthygienischen Verhältnisse gemessen und bewertet werden.

Insbesondere das Prädikat des Heilklimatischen Kurortes bedarf einer besonders guten, staubarmen und schadstoffarmen Luftqualität. Die Prädikatisierung richtet sich nach den Vorgaben des Kurortegesetz von Baden-Württemberg sowie den Bestimmungen des Deutschen Heilbäder- und Tourismusverbandes. Diese sollen gewährleisten, dass Kur- und Gesundheitsgäste in Heilklimatischen Kurorten bioklimatische und lufthygienische Bedingungen vorfinden, die der Erholung und Gesundheit förderlich sind.

Gute Prognosen

Die Prognosen für ein positives Messergebnis stehen sehr gut, Bad Dürrheim ist in einer hervorragenden geologischen Lage. Die Muldenbildung der Baar zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alb, der ständige Zustrom von frischer, sauerstoffreicher und vor allem vorgefilterter, staubarmer Atemluft durch den westlich gelegenen Schwarzwald, keine hohen umliegenden Berge und das Fehlen von luftverschmutzenden Industrieanlagen begünstigen das gesunde Heilklima in Bad Dürrheim, teilt die Kur und Bäder GmbH mit.

Zur Feststellung der Luftqualität sind alle zehn Jahre Messungen durchzuführen, bei denen die Grob- und Feinstaub- sowie die Stickstoffdioxidkonzentration der Luft bestimmt werden. Diese obligatorische Messung wird ab November 2023 vom Deutschen Wetterdienst (DWD) durchgeführt. Hierfür wird ein Jahr lang an zwei Messstandorten die Luftqualität gemessen.

Mehrere Messpunkte

Im Kurpark, nahe dem Klimapavillon werden Grobstaub und Stickstoffdioxid gemessen, im Kurortzentrum an der Kreuzung Luisenstraße, Bahnhofstraße wird darüber hinaus noch zusätzlich die Feinstaubkonzentration ermittelt. Bereits während der Messkampagne können vorliegende Messdaten im Internet auf der Seite des DWD abgerufen werden.

Abschließende Ergebnisse liegen nach Ende der einjährigen Messkampagne in 2024 vor und werden über ein Luftqualitäts- und Bioklimagutachten des Deutschen Wetterdienstes veröffentlicht. Die Messdaten werden durch wöchentlich neu eingebrachte Filter erhoben, die ebenso am selben Wochentag an den DWD Freiburg zur Auswertung und Analyse gesendet werden.

Abgelesen werden diese Daten durch Michael Hauser, Stadt Bad Dürrheim und Patrick Willmann, Kur und Bäder GmbH. Verantwortlich für die Messung ist die Kur und Bäder über Klaus Lang, Referent für Kurortentwicklung und Prädikatisierung.