Jung-Senior und Aktivposten in Hartheim und der Gesamtstadt: Ortsvorsteher Bodo Schüssler lädt auch 60-Jährige schon ein. Foto: Frank Luger

Auf der Höh’ sind am Seniorennachmittag auch tatkräftige Ortsvorsteher willkommen.

Besser als in vielen anderen Orten haben es Senioren in Hartheim. Dort werden sie schon ab 60 Jahren Lebensalter zum Seniorennachmittag eingeladen.

 

Senior mit 60? Noch nicht einmal als Jung-Senioren möchten wohl die meisten in diesem Alter gelten, in dem sie mitten im Berufsleben und ihren Mann respektive ihre Frau für die Gesellschaft stehen, mit ihrem reichen Erfahrungsschatz Arbeitswelt und Vereine, Kirchengemeinden und öffentliches Leben bereichern – und manchem unter den Jüngeren, die nur „Work-Life-Balance“ im Sinn haben, noch etwas vormachen, seien wir mal ehrlich.

Autorin Karina Eyrich staunt über die aktiven Hartheimer Jung-Senioren Foto: Studio Lengerer

Für Seniorennachmittage haben die Allermeisten in diesem Alter noch keine Zeit. Also künftig erst ab 65 Jahren einladen? Den Vorschlag hatte sein Vorgänger dem Ortsvorsteher Bodo Schüssler gemacht, als der ins Amt kam und sich wunderte, dass man in Hartheim schon mit 60 als Senior gelten soll. Trotzdem lädt er schon 60-Jährige ein. Da hätte er sich ein schönes Ei gelegt, jene zwischen 61 und 65, die im vergangenen Jahr noch dabei waren, jetzt nicht mehr einzuladen, so Schüssler. Er hat die 60 übrigens auch schon passiert – und ist alles andere als ein Senior.

Senioren-Nachmittag in Hartheim

Zum Seniorennachmittag
lädt der Ortschaftsrat Hartheim am Sonntag, 8. Dezember, ab 14 Uhr in die Turn- und Festhalle ein. Wie Ortsvorsteher Bodo Schüssler im Ortschaftsrat ankündigte, treffen sich die Helfer – jeder sei willkommen – am Samstag, 7. Dezember, um 10 Uhr zum Aufbau in der Halle und zum Aufstellen des Christbaums. Den Seniorennachmittag gestalteten die Kindergartenkinder, der Musikverein und der Gesangverein. Der Abbau gehe dann schnell, so Schüssler scherzhaft: „Das Schlimmste ist, die Stumpen in den Weinflaschen leer zu trinken!“