Maus und Ratte haben schon mit durchgenagten Kabeln in Wildberg für dunkle Straßen gesorgt. Jetzt waren die Schnecken an der Reihe, der Straßenbeleuchtung zuzusetzen.
Funktioniert die Straßenbeleuchtung nicht, ist das für viele ein Ärgernis. Den Schnecken, die Wildberger Lampen in der letzten Zeit lahmgelegt haben, war das Bedürfnis der Menschen nach Licht wohl ziemlich egal. Rücksicht auf die Verteilerkästen war bei den schleimigen Gesellen jedenfalls Fehlanzeige.
Schnecken sind sonst eher ein Problem für Hobbygärtner. In der Wildberger Siedlung zeigen die gemächlichen Kriechtiere seit kurzem allerdings, dass sie durchaus nicht nur im Garten, sondern auch noch in ganz anderen Bereichen Schaden anrichten können. Sie sind aktuell der Grund, dass in der Siedlung in Wildberg die Straßenbeleuchtung ausfällt.
Die Schnecken kriechen in die Verteilerkästen, die als Knotenpunkte für die Versorgung der Straßenlampen mit Strom dienen.
Da die Tiere nun mal von Natur aus schleimig sind, bringen sie eine nicht gerade unerhebliche Feuchtigkeit mit – und verteilen diese direkt auf den Kabeln.
Dadurch können Kurzschlüsse entstehen. Durch die Kurzschlüsse im Verteilerkasten bleiben alle Lampen, die mit diesem Verteilerkasten verbunden sind, dunkel. Absichtlich verursachen die Weichtiere die Ausfälle sicher nicht, denn sie verlieren dabei größtenteils ihr Leben.
Völlig neues Problem für die Stadtverwaltung
Für die Stadtverwaltung ist das Problem neu. Ratten und Mäuse, die Kabel annagen, gab es in der Schäferlaufstadt bereits – aber keine Schnecken, die über Kabeläste kriechen.
Da die Ursache für die Ausfälle nun identifiziert ist, dürfte das Problem zeitnah behoben werden, erklärt Dennis Kürschner vom Fachbereich Planen und Bauen. Ein örtlicher Fachmann, der mit der Wildberger Straßenbeleuchtung gut vertraut sei und öfter Arbeiten daran durchführe, sei bereits an der Sache dran.
Die Kurzschlüsse haben auch die Schaltzeiten der Lampen verändert. Diese werden, wenn das Problem behoben ist, wieder angepasst.