Ein Auto mit italienischem Kennzeichen verharrt seit Wochen am Straßenrand. (Symbolfoto) Foto: Uli Deck/dpa

Ein fremdes Auto, niemand kennt den Besitzer: Seit Monaten parkt ein Wagen mit italienischem Kennzeichen in Niedereschach. Passanten rätseln über das kuriose Auto.

Passanten wundern sich: Der Toyota Yaris verharrt seit Wochen am Straßenrand.

 

Fußgänger laufen an ihm vorbei, Autofahrer nehmen oft wenig Notiz von ihm.

Doch weil das Heilige Blechle dort scheinbar regungslos steht, fragt man sich jetzt in Niedereschach: Was hat es eigentlich mit diesem Wagen auf sich?

Immer wieder ähnliche Fälle

Herrenlose Autos gibt es immer wieder – auch andernorts. Häufig sind es schrottreife Karosserien, die dann die Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Erst im Juni beispielsweise sorgte ein solches zwischen Schwenningen und Zollhaus für Aufsehen. Vollkommen alleine und verlassen, kaputt und demoliert, stand ein alter blauer Kleinwagen im Wald. Dieses jedoch hatte eine spannende Geschichte hinter sich – junge Männer hatten es für eine illegale Spritztour auf dem Feld verwendet und an Ort und Stelle einfach stehen lassen, als die Polizei auf dem Anmarsch war. Das Wrack blieb dann erstmal stehen.

Schrottreif aber sieht das Auto, welches nun in Niedereschach irritiert, so gar nicht aus.

Dass es trotzdem einfach starr an diesem Platz steht, wundert nun aber auch die Kommunalpolitiker. Seit Monaten stehe im Bereich der Rottweiler Straße ein Fahrzeug mit italienischem Kennzeichen, und keiner wisse, wo es hingehöre, so etwa der Hinweis von Gemeinderat Rüdiger Krachenfels in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates. Er verband diesen Hinweis mit der Bitte an das Ordnungsamt der Gemeinde, sich dieses Problems anzunehmen.

Verwaltung sind Hände gebunden

Doch das ist offenbar gar nicht so einfach: „Da kann das Ordnungsamt nichts machen“, erklärte schließlich die Mitarbeiterin des Ordnungsamtes, Jeanine Haberer. Und auch Hauptamtsleiter Jürgen Lauer stimmte zu.

Trotzdem irritiert die Fahrzeug offenbar auch schon im Niedereschacher Rathaus. Denn von dort kam prompt, ohne nochmalige Recherche, die Rückmeldung: Das Problem sei bekannt, doch das ausländische Fahrzeug sei zugelassen und dürfe dort stehen.

Den Anblick des mysteriösen Autos also wird man in Niedereschach offenbar erstmal hinnehmen müssen. Mit Spannung beobachtet wird jedoch, ob der Halter des Fahrzeugs doch noch auftaucht und es eines Tages wieder auf die Reise gehen wird.