Gute Laune trotz Nieselregens: am Sonntagvormittag beim Start in der Ortsmitte (von links) Linus Traub, Matthias Wischer und Pascal Braun. Nach einer Ortsrunde mit lautem Hupen verließ das Bulldog-Trio den Ort. Foto: Karl-Otto Gauggel

Seit Jahren steht beim „Holztrupp Zollernalb“, einem Kleinbetrieb, der in Zusammenarbeit mit der Forstverwaltung Albstadt in Privatwäldern Waldarbeiten erledigt, in der sommerlichen Urlaubszeit eine nicht alltägliche Erlebnis-Tour auf dem Programm. Diese ist bei gar nicht sommerlichem Wetter gestartet.

Bei regnerischem Nieselwetter mag man sich eine gemütliche Fahrt auf weitgehend ungeschützten Oldtimer-Traktoren kaum vorstellen, doch das ist für die drei passionierten Bulldog-Kameraden überhaupt kein Problem, als sie sich gut gelaunt mit ihren betagten Vehikeln am Park mitten im Ort zum Start ihrer alljährlichen Tour einfinden.

 

Pascal Braun, Matthias Wischer und Linus Traub haben die fast zweiwöchige Tour sorgfältig geplant und sind für alle Eventualitäten und Wetterkapriolen bestens ausgestattet. Als Fahrtziel wird zunächst ein großes Oldtimer-Treffen im oberschwäbischen Bodnegg bei Ravensburg anvisiert, von wo es weiter durch das Allgäu ins österreichische Ischgl geht, bevor dann als letzte Ziel, eine angemietete Berghütte unterhalb der Damülser Mittagsspitze, erreicht werden soll.

In der Ortsmitte von Harthausen sind die Drei gestartet. Foto: Gauggel

Dort wird das Schlepper-Trio von Holztrupp-Chef Thomas Fauler und den anderen sieben Arbeitskollegen erwartet, die deutlich bequemer mit Autos anreisen werden.

Von der abgelegenen Selbstversorger-Hütte in 1500 Metern Höhe sind gemeinsame Wanderungen in die umliegenden Almgebiete sowie die Besichtigung einer Käserei – typisch für das Alpenland – vorgesehen. Und „selbstverständlich“ steht auch der Aufstieg auf die markante Mittagsspitze auf der Programmliste der Zollernälbler.

Der Weg ist das Ziel der drei Freunde

„Für uns ist schon der Weg das Ziel“, erklären die drei Bulldog-Freunde unisono, bevor sie Harthausen nach einer Ortsrunde mit lautem Hupen verlassen.

Für die mehrtägigen Hin - und Rückfahrten mit dem 52 Jahre alten Ford 2000 hat Pascal Braun ein kleines Holzhaus auf seinen Anhänger gezimmert, das für die drei Freunde auf ihrer ungewöhnlichen Tour zum Nachtlager wird und in dem auch ein Großteil der Verpflegung – samt Kühlschrank – und weitere Ausrüstungsgegenstände untergebracht sind.

Der Fachmann findet immer eine Lösung bei Pannen

Das zweite Gefährt – ein MAN-Zwei-Zylinder mit 28 Pferdestärken unter der Haube aus dem Baujahr 1961 – zieht einen weiteren Anhänger, in dem sich eine Feldküche, Tische und Bänke befinden.

Hinaus aus Harthausen geht es ins Abenteuer. Foto: Gauggel

Von Angst vor einer Panne während der insgesamt gut 700 Kilometer langen Fahrstrecke ist bei den drei Bulldog-Enthusiasten beim Start nichts zu spüren. Schließlich, so Matthias Wischer, habe man ja für den Fall der Fälle mit Linus Traub einen gelernten Landmaschinenmechaniker an Bord, und der habe für jedes Problem immer eine Lösung parat.