Der Fokus lag in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates Schönwald auf dem Haushalt. Dabei waren das Jubiläum sowie die Annahme von Spenden Themen.
Einen guten Schluck Wasser brauchte Kämmerer Harald Hafner in jüngster Sitzung des Schönwälder Gemeinderats, da er praktisch „Hauptredner“ war. Dabei durfte er zumeist Positives berichten.
Das begann mit der Abrechnung des Jubiläums, für das die Gemeinde insgesamt ein Budget von 27 500 Euro eingeplant hatte. Am Ende lag der Gesamtbetrag bei knapp 20 200 Euro. „Man muss sagen – wir haben mit relativ bescheidenen Mitteln ganz schön was gewuppt“, konstatierte Bürgermeister Christian Wörpel.
Spenden für Schule und Kita
Auch bei der Annahme der Spenden war Hafner gefragt. Zwei große Zuwendungen hatten sich reichlich verspätet: Sie waren zunächst, als Teil einer Erbschaft, an das falsche Schönwald gegangen. Darin wurde die Richard-Dorer-Grundschule mit 3000 und die Kita St. Antonius sogar mit 5000 Euro bedacht. Die Kita profitierte zusätzlich mit einer Spende von 157 Euro für den Kinder-Naturparkmarkt. Das Schweizerhaus, wo die Gemeinde ihre Weihnachtsfeier hielt, spendete dazu einen Betrag von 250 Euro, des Weiteren gingen aus dem Weihnachtsverkauf des Sozialen und Kulturellen Treffs 105 Euro ein. Und – aus den Spendenkässchen der Bürgergruppe AfS wurden 134,20 Euro einbezahlt. Das Gremium nahm die Spenden an, zwei der Mitglieder zeigten Befangenheit an.
Weniger Einnahmen aus der Gewerbesteuer
Damit der Gemeinderat einen ungefähren Blick erhält, wie es mit den Finanzen der Gemeinderat nach dem Jubiläumsjahr aussieht, legte Hafner einen (vorläufigen) Finanzbericht vor. Zunächst kam der Hoheitsbereich zur Sprache: Obwohl die Einnahmen aus Gewerbesteuer trotz schon vorsichtiger Kalkulation nochmals drastisch um 135 270 Euro zurück gingen, die Kita-Gebühren unter den Planzahlen lagen und es auch anderweitig nicht rosig aussah, kann der Finanzchef des Dorfes stolz auf (vorläufig) rund 473 000 Euro Verbesserung gegenüber der Planung sein – auch wenn da eventuell noch die eine oder andere Rechnung kommen sollte. Im Bereich der Eigenbetriebe stehen bei der Wasserversorgung noch Beträge aus.
Höhere Kosten für Strom und Gas, ungeplante Reparaturen und ein hoher Preis für die Barrierefreiheit der Homepage tun ein Übriges, um die vorhandenen Mehreinnahmen zu relativieren. Dennoch kann man seitens der Gemeinde auf ein finanziell recht erfolgreiches Jahr hoffen.