Dornstetten hat zum zweiten Mal den Eleonore-Kötter-Preis verliehen. Fünf Schulen hatten sich an dem Kunstwettbewerb beteiligt.
Der Wettbewerb um den Eleonore-Kötter-Preis ging in die zweite Runde und richtete sich an die Schulen in Dornstetten. Die feierliche Preisverleihung mit begleitender Vernissage der prämierten Werke, über die die Stadt in einer Mitteilung berichtet, fand im Rathaus statt. Die Ausstellung kann dort noch bis Ende Juli während der Öffnungszeiten besichtigt werden.
Der Wettbewerb geht auf eine Initiative des Bürgerteams „Kunst und Kultur – gemeinsam kreativ“ aus dem Jahr 2022 zurück und richtete sich auch in diesem Jahr wieder an alle Schulen in Dornstetten. Teilgenommen haben die Realschule, das Gymnasium, die Werkrealschule, die Eichenäcker-Schule sowie die Dreifürstensteinschule. Von jeder teilnehmenden Schule konnten drei Werke eingereicht werden, die im Unterricht von Schülern gestaltet wurden.
Bereits im März 2024 kamen die beteiligten Lehrkräfte zu einem ersten Austausch zusammen. Dabei wurde der Wunsch nach einem Thema geäußert, das vielseitig interpretierbar ist und sich zugleich gut in den Unterricht integrieren lässt. In enger Zusammenarbeit mit der Eleonore-Kötter-Stiftung fiel die Wahl schließlich auf das Thema „Glück“ – ein Begriff, der Jugendlichen viel Raum für persönliche Auseinandersetzung und kreative Freiheit bieten sollte.
Kötters Werke inspirieren
Als Inspirationsquelle dienten drei Originalwerke der Dornstetter Künstlerin Eleonore Kötter: eine kalligraphische Komposition auf Büttenpapier mit dem Titel „Glück: Drei Körner im Brot, vier Blätter im Klee…“ aus dem Jahr 1976, begleitet von einem poetischen Vers auf Japanpapier, ein farbenfrohes Karussellbild aus dem Jahr 1950, das eine heitere Szene vom Dornstetter Marktplatz zeigt, sowie eine Zeichnung mit zwei Bienen auf dem Weg zu einem Honigglas, betitelt mit dem Satz: „Wohin gehst du? – Ins süße Leben“.
Diese Werke wurden den Schulen zur Verfügung gestellt. Auch sie sind nun in der begleitenden Ausstellung im Rathaus zu sehen.
Die Schüler orientierten sich mal enger, mal freier an diesen Motiven. Manche griffen konkrete Elemente der Vorlagen auf, andere setzten sich individuell mit Fragen wie „Was bedeutet Glück für mich?“ oder „Wann empfinde ich Glück?“ auseinander.
So entstand laut der Mitteilung der Stadt eine beeindruckende Vielfalt an Arbeiten, die sowohl technisches Können als auch persönliche Perspektiven widerspiegeln.
Jury zeigt sich beeindruckt
Die eingereichten Werke wurden in zwei Sitzungen von einer Jury begutachtet. Dieser gehörten Bürgermeister Bernhard Haas, Vorsitzender der Eleonore-Kötter-Stiftung, Sonja Dezember von der Gruppe „Kunst und Kultur – gemeinsam kreativ“, die Künstlerin Regina Niemeyer sowie der Künstler und Kuratoriumsmitglied Reinhold Vollmer an. Sie zeigten sich beeindruckt von der Qualität und Tiefe der künstlerischen Beiträge.
Die feierliche Preisverleihung im Rathaus Dornstetten wurde von Bürgermeister Haas eröffnet. In seiner Ansprache würdigte er die kreative Auseinandersetzung der Jugendlichen mit dem Thema „Glück“.
Sonja Dezember dankte im Namen der Projektgruppe den Lehrkräften sowie den Schülern für ihr Engagement und ihre Offenheit, sich mit einem so persönlichen Thema gestalterisch auseinanderzusetzen.
Reinhold Vollmer hob in seiner Rede die Vielfalt der ausgestellten Werke hervor und betonte, wie wichtig kreative Prozesse für die persönliche Entwicklung und Selbstreflexion seien.
Ausgezeichnete Klassen und Schüler
Gesamtpreis
Gemeinsam überreichten Reinhold Vollmer und Bürgermeister Haas die Preise an die fünf Schulsieger sowie an die Klasse, die den Gesamtpreis erhielt. Alle ausgezeichneten Schüler erhielten eine Urkunde sowie einen Sachpreis. Besonders geehrt wurden die Schüler der Klasse HS1 der Eichenäcker-Schule, deren Beitrag die Jury als herausragend würdigte und mit dem Gesamtpreis, einem hochwertigen Kunst-Set, auszeichnete.
Schulsieger
Ausgezeichnet wurden Beiträge der Dreifürstensteinschule, vertreten durch die Klasse H9, der Eichenäcker-Schule mit der prämierten Klasse HS1, des Gymnasiums (Helen Vögele), der Realschule (Alina Splisteser) sowie der Werkrealschule Dornstetten (Luis Maliwan-Kreuzer).