Kein Happy End gab es für die Balinger Turnerinnen Foto: Hrivatakis

Das ist bitter: Obwohl sie nie auf einem Abstiegsplatz gestanden sind und beim letzten Wettkampf Platz sechs belegten, müssen die TSG- Turnerinnen in die Regionalliga runter.

Groß war die Enttäuschung bei den Balinger Turnerinnen und ihrem Trainerteam nach dem Wettkampf: „Es fühlt sich unfair an. Wir haben eine gute Saison geturnt und haben immer ordentliche Platzierungen belegt, nie den 8. Platz. Da ist es schwer begreifbar, als Absteiger aus der Saison zu gehen. Aber wir müssen das Ergebnis nehmen, wie es ist.“

 

Gegner setzen auf personelle Verstärkung

Was war passiert? Im letzten Wettkampf der Saison musste sich die TSG vor ihren Konkurrentinnen vom SSV Ulm oder TV Kempten platzieren, um die Klasse zu halten. Doch die beiden Mannschaften hatten sich schon beim vorletzten Wettkampf noch einmal personell verstärkt, um wichtige Punkte für den Ligaverbleib zu sammeln, während das Balinger Trainerteam um Jessica Bader, Oliver Merz, Denis Meboldt und Katja Bisinger auf ihre bewährten Turnerinnen setzte.

Starker Auftakt am Schwebebalken

Obwohl bei den TSG-Turnerinnen vor der Wettkampf die Anspannung spürbar war, zeigten sie an ihrem ersten Gerät dem Schwebebalken, eine starke Vorstellung. Sonja Lubitz startete mit einer tollen Kür, für die sie 11,00 Punkte erhielt. Auch Lani Gruber (10,80) und Luise Heim (10,25) kamen sehr gut durch ihr Programm. Anna-Maria Netzer musste zwar vom Gerät, turnte ansonsten aber sicher und steuerte 9,20 Punkte bei. Das Geräteergebnis von 41,25 Punkten, das viertbeste unter allen Mannschaften, stimmte das Team zufrieden.

Steigerung am Boden

Am Boden steigerte sich das Team sogar im Vergleich zu den Wettkämpfen davor. Luisa Schneider (10,45), Cosima Lork (10,45) und Lani Gruber (10,90) lieferten starke 10-er-Wertungen. Florine Wörz gelang eine präzise Übung, mit der sie ihre persönliche Bestmarke von 11,0 Punkten einheimste. Mit 42,80 Punkten lag die TSG nach zwei Geräten voll im Soll.

Luft nach oben beim Sprung; gutes Finish am Stufenbarren

Nicht ganz so gut lief es am Sprung: Lubitz brachte ihren Tsukahara nicht in den Stand, Netzer hatte ebenfalls Probleme. Schneider (11,70), Wörz (11,80) und Gruber (12,20) riefen aber ihre Leistungen ab. „Das Geräteergebnis von 46,40 Punkten ist in Ordnung. Hier sind wir aber unter unseren Möglichkeiten geblieben“, so das Trainerteam. Die Balingerinnen wussten, dass sie am Stufenbarren noch einmal alles geben mussten – und das taten sie auch: Katharina Bisinger meisterte ihre neue Übung fehlerfrei und erhielt 8,65 Punkte. Auch Netzer gelang ein starker Auftritt, der mit 8,55 Punkte belohnt wurde. Der Balinger Fanblock tobte, als sowohl Lubitz als auch Heim ihre mit Schwierigkeiten gespickten Übungen auf den Punkt turnten und beide 9,45 Punkte beisteuerten. 36,05 Punkte waren der verdiente Lohn, und die Stimmung war am Höhepunkt.

Schwaninger zerstört die Balinger Hoffnungen

Nun mussten die Balingerinnen aber auf die Ergebnisse der Konkurrenz warten. Ulm hatte sich außer Reichweite geturnt, Kempten war aber noch in greifbarer Nähe und musste noch am Schwebebalken starten. Während die Wertungen der Allgäuerinnen zunächst mit denen aus Balingen vergleichbar waren, ging Rosa Schwaninger, die vom TV engagiert wurde, ans Gerät. Die Österreicherin, die nur knapp die WM-Quali verpasst hatte, turnte sensationelle 12,15 Punkte und nahm den Balingerinnen damit jede Hoffnung, Kempten noch zu schlagen.

Neues Kapitel in der Regionalliga

„Natürlich sind wir enttäuscht, aber wir freuen uns auf das, was jetzt kommt. Mit dem Teamgeist und der Disziplin, die die Turnerinnen gezeigt haben, starten wir nun in ein neues Kapitel in der Regionalliga“, resümiert das Trainerteam.